Jetzt wird es extravagant und temperamentvoll: Es geht um Rot. Die Farbe der Liebe und der Leidenschaft. Aber auch die der Wut, des Zorns und des Blutes. Rot ist nichts für Menschen, die gern im Hintergrund verschwinden. Rot fällt auf und drängt sich in den Vordergrund. In diesem Artikel erkläre ich dir, auf was du bei dieser besonderen Farbe unbedingt achten solltest. Du wirst erfahren, ob dir Rot steht, wie du es am besten kombinierst und wann gute Anlässe sind, um sich mit Rot so richtig in Szene zu setzen!
Oder besser: Warum schreiben wir Farben überhaupt eine Wirkung zu?
Das liegt daran, dass wir sie mit bestimmten Dingen in unserem Leben verbinden. Bei Rot denken wir zum Beispiel intuitiv an Feuer, an rote Früchte oder an Blut. Damit in Verbindung stehen folglich auch bestimmte Eigenschaften und Bedeutungen. Feuer und Früchte verbindest du zum Beispiel mit Liebe und Leidenschaft. Blut mit Schmerz und Dramatik, und so weiter.
Kommt es zur Wirkung von Farbe, dann spielen deine Persönlichkeit und deine Interpretation eine große Rolle. Von Person zu Person kann also auch Rot sehr unterschiedlich ausgelegt werden. Allgemein lässt sich dennoch sagen: Möchtest du süß und zurückhaltend aussehen, dann solltest du vermutlich besser zu einer anderen Farbe greifen, als zu Rot. Ist dir jedoch nach Ausdrucksstärke, im Mittelpunkt stehen und nach einem dramatischen Auftritt? Dann ist Rot deine Wahl!
Nicht nur die Eigenschaften der Trägerin, auch die Kombinationen von Rot mit anderen Farben und bestimmte Stoffe können Rot ganz unterschiedlich wirken lassen. Rot mit Pink zum Beispiel wirkt ganz anders als Rot mit Schwarz. Schwarz verstärkt oft eher die negativen Assoziationen von Rot. Pink dagegen kann es sehr trendy, extrovertiert und lebendig aussehen lassen.
Je glatter und glänzender der Stoff, desto mehr verstärkt sich die Kraft seiner Farbe. Auf einem Wollpullover wirkt das gleiche Rot daher wesentlich softer als auf einem Seidenkleid. In der Konsequenz wirkt das Outfit auch längst nicht mehr so dominant.
Die Assoziation von Rot mit Feuer und Wärme ist, wenn man länger darüber nachdenkt, gar nicht so logisch. Feuer ist nämlich eigentlich nicht rot, sondern gelb oder orange. Während Gelb tatsächlich als warmer Farbton anzusehen ist, haben einige Rottöne mehr Blau, als Gelbanteile und wirken deshalb sogar eher kühl (z.B. Beerentöne).
Der weit verbreitet Mythos, nur warme Farbtypen könnten Rot tragen, stimmt daher nicht!
Tatsächlich gibt es für so ziemlich jeden Menschen einen schönen Rotton. Sehr viele Mitteleuropäer sind nicht ausschließlich warme oder kühle Typen. Es existieren verschiedene Mischformen. Es gilt also in erster Linie, den richtigen aus vielen möglichen Rot-Tönen für sich selbst zu finden.
Tatsächlich liegt es längst nicht nur an der Farbtemperatur, ob uns ein Outfit steht oder nicht. Viel weniger thematisiert und häufig übersehen wird der Kontrast:
Bist du von Natur aus ein kontrastreicher Typ? Hast du zum Beispiel helle Haut und sehr dunkles Haar mit auffallenden, klaren Augen? Dann darfst und solltest du auch bei den Farben deines Outfits für Kontraste sorgen. Beispielsweise durch kräftige Rot-Töne in Kombination mit glatten Stoffen, wodurch die Wirkung der Farbe zusätzlich verstärkt wird.
Bist du aber eher ein softer Typ mit mittelblondem oder hellbraunem Haar und wenig hervorstechenden Augen? Dann solltest du unbedingt auf eher softere Rottöne und mattere Stoffe setzen.
„Ist das eine warme oder kalte Farbe?“. Das ist tatsächlich eine der häufigsten Fragen, die mir als Style Beraterin gestellt wird. Es ist Übungssache, das zu erkennen.
Mein Tipp: Immer mit anderen Rottönen vergleichen. Eine einzelne Farbe ist viel schwerer zu bestimmen, als im Vergleich mit einer anderen Farbe. Halte einfach zwei rote Dinge nebeneinander und überlege: Welches erscheint dir blauer? Welches erscheint dir gelber? (Blau= kühl, gelb= warm)
Wenn du keine zwei roten Textilien zur Hand hast: Kein Problem, das zweite kann auch ein Buch sein, oder was immer du gerade da hast.
Wie schon weiter oben beschrieben, ist Rot eine sehr starke und auffällige Farbe. Intensiviert wird diese Wirkung zusätzlich durch die Kombination von Rot mit anderen Extremen: Wird Rot zum Beispiel mit Weiß (hellste Farbe) oder Schwarz (dunkelste Farbe) kombiniert, dann sorgt das für eine schon fast aggressive Wirkung. Dies sind sehr kontrastreiche, also spannungsgeladene Outfits.
Rot mit Beige dagegen kann klassisch, erfolgreich und elegant wirken. Eine sportliche Variante dieser Farbkombi habe ich dir unten als Beispieloutfit vorbereitet.
Rot mit grün ist auch klassisch, geht aber eher in die Stilrichtung traditionell und Country.
Rot mit blau wirkt maritim, frisch und oft mit dem französischen Stil assoziiert. Ganz besonders, wenn auch noch weiss im Spiel ist.

Rot in zwei völlig unterschiedlichen Kombinationen. Kraftvoll und elegant mit rosé und gold oder edel und gleichzeitig sportlich mit beige.
Regeln wie „kein Schwarz mit Blau“ oder „kein Rot mit Pink“ gelten längst nicht mehr. Tu' dir deinen Gefallen und vergiss' diese Einschränkungen. Das macht deine Looks freier und persönlicher.
Die Qual der Wahl macht das Kombinieren eher kompliziert für dich? Dann hilft dir diese Frage an dich selbst weiter:
"Was will ich heute ausstrahlen?"
Je nachdem bietet sich dann vielleicht eine der folgenden Rotkombis an:
Über welche Farbe möchtest du nächste Woche lesen? Welche Farbe würdest du gern mehr tragen, weisst aber nicht wie kombinieren? Lass‘ es mich wissen -hier unten im Kommentarfeld!
Über diese Farben findest du bereits Artikel im Blog: Weiss, gelb, grün und blau!
alles Liebe,
Ingrid
PS: Weisst du eigentlich, dass ich dir helfe, deinen Style zu entwickeln, auch wenn du nicht in Zürich wohnst? Hier findest du mein online Style Coaching Angebot!
Eigentlich möchtest du schon seit Langem eine Stilveränderung? Dein Stil ist dir zu eintönig und langweilig? Jeans und T-Shirt sind zwar bequem, aber insgeheim weißt du, dass es vorteilhaftere Outfits für dich gibt? Vielleicht hast du sogar schon viel Zeit investiert, um im Internet nach Styling Ideen zu suchen. Bloß die Umsetzung der Stilveränderung in deinem Alltag gelingt dir bisher einfach nicht?
Eine Stilveränderung kann eine große Herausforderung sein. So viele Jahre haben wir uns schließlich daran gewöhnt, immer das gleiche zu tragen. Wir sorgen uns darum, was andere denken und fürchten uns vor vielleicht negativen Folgen einer Veränderung. Die Versuchung ist groß, einfach beim Altbewährten zu bleiben.
In diesem Artikel erkläre ich dir, wie du es mit ein paar kleinen Tricks aus deiner Komfortzone schaffst. Ich zeige dir, wie du mit Selbstzweifeln umgehst, konstant am Ball bleibst und dich in einem Motivationstief selbst aufmunterst. Deine Stilveränderung ist also gar nicht so unerreichbar, wie es dir vielleicht gerade noch erscheint.
Selbst wenn wir uns noch so sehr wünschen, toll auszusehen, stilvoll zu sein und selbstbewusst extravagante Kleidungsstücke zu tragen - viele Frauen scheitern an der Umsetzung im Alltag. Das eigentlich so tolle Thema Styling wird für sie zum Frust-Thema, weil sie trotz all der Bemühung einfach keine Veränderung feststellen. Woran liegt das? Warum fällt uns die Umsetzung neuer Styling Ideen so schwer?
Ganz einfach:
Wir sind Gewohnheitstiere. Ein Teil von uns möchte lieber dort bleiben, wo es sich gewohnt und sicher anfühlt. Unser Unterbewusstsein hat sich über unser ganzes Leben hinweg an bestimmte Gedanken, Routinen und Lebensumstände gewöhnt. Alles was dem nicht entspricht, macht uns Angst. Dazu kommt die Sorge um die Bewertung anderer. Der Partner, die Kollegen, die Nachbarn. Was, wenn man für die Veränderung abgelehnt wird? Auch Trägheit oder Zeitmangel können ein Problem sein. Veränderung braucht viel Zeit und Übung. Sich aus alten Gewohnheiten hinauszubewegen kann anstrengend sein. Bis sich eine neue Routine einstellt, dauert es ein Weilchen.
Wie lange genau, darüber streitet die Wissenschaft. Oft höre ich eine neue Routine (z.B. jeden Abend ein neues stylisches Outfit zusammenstellen, anstatt morgens in aller Eile Jeans und Pulli überzuwerfen) braucht mindestens 90 Tage.
Das Einzige was uns also an's Ziel bringt: Stur am Ball bleiben, täglich üben und kontinuierlich darauf achten, nicht wieder in die alte Normalität abzurutschen.
Damit das etwas leichter geht, habe ich diese Tipps für dich gesammelt:
Das Wichtigste für langfristige Veränderung ist es, dir darüber bewusst zu werden, warum du dich verändern möchtest.
Wie wird dein Leben aussehen, wenn du dein Style Ziel erreicht hast?
Stelle dir den gewünschten Zustand deshalb so real und positiv wie möglich vor. Wie wirst du dich fühlen, wenn du morgens das Haus verlässt? Wie wirst du angeschaut, behandelt und gegrüsst? Wie wirst du im Job auftreten?
Oder du stellst dir vor, wie du an einem ganz bestimmten hübschen Ort entlangspazierst - wie du aussiehst, dich bewegst und wie toll du dich in deinen neuen Outfits fühlst! Sei kreativ. Wichtig ist, dass die Vorstellung an die Zukunft dich mit Glück und purer Freude erfüllt.
Aller Anfang ist schwer. Häufig haben wir das Gefühl, das Ziel sei viel zu groß und unerreichbar. Wir glauben nicht an uns und haben Versagensängste. Was dagegen hilft: Kleine Schritte! Frage dich, welche Kleinigkeit du noch heute erledigen könntest, um deiner gewünschten Stilveränderung einen Schritt näher zu kommen.
Vielleicht eine kleine Runde durch die Shops deiner Stadt, um dir Styling Ideen von neuen Kollektionen der Saison zu holen? Welche Geschäfte in deiner Umgebung dekorieren ihre Fenster besonders inspirierend? Auch eine Fotokollage (in Fashion-Sprache ausgedrückt: Style Board) deiner Lieblingsoutfits aus Zeitschriften uns Social Media kann Wunder wirken für die Motivation.
Unterteile dein Ziel in kleine Zwischenziele:
Denke immer daran: Veränderung braucht Zeit und Geduld. Erwarte also nicht zu viel von dir und setze dich niemals unter Druck.
Es wird sicher Momente geben, da ist die Versuchung groß, aufzugeben. Vielleicht rücken andere Probleme in den Vordergrund. Stress in der Arbeit, Probleme in der Partnerschaft, oder deine Kinder sind wieder krank. Wichtig ist es, sich darauf vorzubereiten und dir eine Strategie bereit zu legen. Überlege dir, wie du dich selbst aufmuntern und an dein Ziel erinnern kannst.
Du hast es in jeder Lebenssituation verdient, dir selbst etwas Gutes zu tun!
Hast du Fotos von Outfits in denen du dich einfach stark fühlst? Style genau diese Outfits nach, wenn dir die Zeit für neues fehlt! Noch besser: Klebe sie in deinen Schrank, damit die Inspiration immer griffbereit ist.
Vielleicht hast du auch eine gute Freundin, die du bitten kannst, dich regelmäßig nach deinen Erfolgen zu fragen und zu motivieren. Manchmal hilft ein kleiner Push von aussen eben doch am Besten.
Ja, Instagram und Pinterest sind tolle Tools, um sich Inspiration zu suchen. Das Vergleichen mit anderen kann aber auch eine Gefahr für deinen Prozess der Stilveränderung sein. Das Problem ist, dass wir meistens unsere Schwächen mit den Stärken anderer Vergleichen und nicht umgekehrt. Da können wir nur schlecht abschneiden. Hole dir Styling Ideen, vermeide es aber unbedingt, dich zu vergleichen. Konzentriere dich auf deine eigenen Qualitäten und denk daran: Nobody is perfect!
Leider sorgen wir uns alle viel zu sehr darum, was andere denken!
"Ingrid, ich wohne nicht in Zürich,- ich wohne auf dem Land!" oder
"Meine Kolleginnen tragen aber immer nur Jeans und Pulli."
Diese Sätze höre ich sehr (SEHR!) häufig von meinen Kundinnen. Dass negative Reaktionen anderer oft bloß ein Ausdruck von Neid und Unsicherheit sind wissen wir alle, nicht wahr?
Jeder Kommentar sagt viel mehr über die kommentierende Person aus, als über dich. -Lass' den Satz mal in Ruhe sacken!
Vielleicht wünscht sich deine Kollegin eigentlich auch eine Stilveränderung, schafft es aber nicht, damit anzufangen. Vielleicht ist dein Partner besorgt darum, dass du bald einen anderen Mann kennenlernen könntest, wenn du so strahlst. Und deine Nachbarn? Die finden doch sowieso alles doof, was nicht zu ihrer Welt passt!
Sei dir darüber bewusst, dass die Reaktionen anderer Leute meistens überhaupt nichts mit dir zu tun haben. Versuche verständnisvoll zu bleiben und es nicht persönlich zu nehmen.
Was ich aber vor allem erlebe: Diese vermeintlichen Kommentare existieren meist nur in unseren Köpfen. Eine sehr diffuse Angst, vor einer Situation die in Wirklichkeit garnicht eintritt.
Wie gesagt, das tägliche Ankleiden ist eine Gewohnheit wie so vieles andere auch. Und Gewohnheiten zu ändern fällt mit einer Gruppe Gleichgesinnter viel leichter. Aus diesem Grund habe ich die „Style me Happy“ Facebook Gruppe in's Leben gerufen. Ein geschützter Ort, dich mit über 1'200 Frauen zum Thema Stil, Mode & Outfits auszutauschen und meine wöchentlichen Tipps & Inspirationen umzusetzen.
Bist du schon dabei? PS: Die Gruppe ist kostenlos.
Oder bist du mit deinen Einzelteilen eigentlich ganz zufrieden, wünscht dir aber Ideen wie du sie raffinierter kombinieren kannst? Was macht ein stylisches Outfit aus? Dann ist mein Mini-Kurs "Outfit kombinieren stylisch & schnell" etwas für dich.
Ich hoffe, ich konnte dich motivieren deine Style Wünsche endlich in die Tat umzusetzen. Benötigst du auf deinem Weg der Stilveränderung meine Styling-Tipps oder eine persönliche Beratung, dann stehe ich dir natürlich jederzeit gerne zur Verfügung.
Happy Styling,
Ingrid
Yay, es ist offiziell September!
Der allerschönste Monat im Modejahr hat begonnen. Warum?
Unsere schönen Accessoires sind uns bei den kühleren Temperaturen endlich nicht mehr lästig. Unsere Gürtel, Statementketten und Schals vervollständigen wieder unser stilvolles Outfit. Außerdem ist der Anfang der Herbstsaison in der Mode immer etwas ganz Besonderes. Zwar werden heutzutage monatlich, teilweise sogar wöchentlich neue Kollektionen an die Shops geliefert, zu Beginn des Herbstes geben sich die Brands aber noch einmal extra viel Mühe mit neuen Looks und Themen auf Webseiten und Schaufenstern.
Die Vogues, Elles und Annabelles dieser Welt lieben den Herbst wie kaum eine andere Jahreszeit. Kurzum: Der Herbst macht große Lust auf ein Garderoben Update, findest du nicht auch?
In meiner Style Beratung fällt mir immer wieder auf, wie gespalten die Meinungen zum Thema Modetrend oft sind.
Häufig höre ich Dinge wie: „Ein eigener Stil ist immer unabhängig von Trends“. Man sieht sich etwas "über den Dingen." Als Fashion Victims werden diejenigen betitelt, die gern jeden Trend mitmachen.
Fashion Freundinnen hingegen schauen gern mal auf Frauen herab, die ihren Stil sehr konsequent durchziehen. Finden sie veraltet, bieder, unflexibel, langweilig. Für Trend-Fans sind saisonale Looks wie das Salz in der Suppe. Sie wollen am liebsten die Erste sein, die sie umsetzt und sind genervt, wenn sie ähnlichen Looks auf der Strasse begegnen. Ein amüsantes Spiel - nicht wahr?
Klar, ohne Trends könnte die ganzen Modeindustrie, mitsamt Mode Presse, Magazinen und Influencern nicht überleben. Aber warum sind die Fronten hier so verhärtet? Warum so dogmatisch?
Ich persönlich finde es großartig, meinen eigenen Style zu pflegen. Ich weiss, worin ich mich super fühle, was mir steht und wie ich mich der Welt zeigen möchte.
Es gibt einen roten Faden, den ich konsequent verfolge und den ich liebe. Ich muss morgens nicht groß nachdenken, beim Outfits kombinieren, denn alles passt zu (fast) allem.
Das bedeutet aber nicht, dass ich über Jahre hinweg immer gleich aussehen möchte! Ich verändere mich schließlich im Laufe der Zeit! Mal möchte ich mehr wagen, mal verspielter sein. Manchmal ist mir eher nach minimalistisch, manchmal nach klassisch zu Mute. Meine Garderobe muss mir Spielraum für Veränderungen bieten.
Wenn ich Trends entdecke, die meinem aktuellen Zeitgeist entsprechen, warum nicht mitnehmen?
Viele Kundinnen in meiner Style Beratung haben diese Erfahrung gemacht:
Sie lieben ihren Stil, eigentlich! Dann sehen sie Teile (Trends), die völlig ungewohnt sind und nicht in ihre aktuelle Garderobe passen. Trotzdem sind die aber so interessant. Wir hätten sie so gern, haben aber das Gefühl, wir dürfen nicht. Schon beginnen viele Frauen an ihrer kompletten Garderobe zu zweifeln.
Plötzlich schleicht sich eine Unzufriedenheit ein und das Gefühl: "Ich habe nichts!", "Ich brauche alles neu!" Hilfe, Überforderung! Kommt dir das bekannt vor?
Ich habe noch nie erlebt, dass eine Kundin eine komplett (oder grösstenteils) neue Garderobe gebraucht hätte. Meist fehlt nur das Know How, neue und ungewohnte Teile zu integrieren. Genau dabei möchte ich dir heute helfen!
Der Schlüssel liegt in diesen 2 Prinzipien:
Mikrotrends sind Konsumtrends, die schnell auftauchen und schnell wieder verschwinden. Nicht immer, aber meistens, handelt es sich dabei um Accessoire Trends.
Wir denken an goldene Muschelketten, die schwarze Elbsegler Mütze oder, ganz aktuell, die wunderschöne „The Pouch“ Clutch von Bottega Veneta (die mittlerweile in jeder Preisklasse kopiert wurde). Mikrotrends sind binnen kürzester Zeit überall. Auf Instagram, in Magazinen und gefühlt jede zweite Person in der Stadt trägt sie.
Sie sind nicht zu übersehen und genau deshalb sehen wir uns schnell daran satt.
Auch wenn solche Trends oft sehr hübsch sind: Ich empfehle dir, darauf zu verzichten! Erst recht dann, wenn sie teuer sind.
Unter uns: Hast du noch Lust auf eine Elbsegler Mütze, nachdem dir das halbe Gymnasium deiner Stadt damit in der Tram begegnet ist? Ich ehrlich gesagt nicht... (Sorry, liebe Schüler!)
Eckige Kappen vorne? Slouchy Boots, die ganz locker an der Wade herabhängen? Auch bei Schuhen kommen und gehen Trends mit einem ziemlich schnellen Rhythmus.
Meine Style Tipp für deine Schuhe: Schuhe sollen chic, aber vor allem bequem sein. Außerdem müssen sie farblich leicht mit deiner Garderobe kombinierbar sein. Bei Schuhen spielen Trends für mich deshalb nur eine untergeordnete Rolle.
Andersherum:
Wenn du bemerkst, dass dir ein Trendschuh gerade besonders gut passt, lohnt es sich (vielleicht sogar mehrfach?) zuzugreifen, denn sie werden wieder verschwinden.
Beispiel: Blockabsätze. Perfekt für alle, die gern hohe Schuhe tragen, aber in Stilettos nicht laufen können. Oder nochmals Slouchy Boots: Die Chance für alle mit breiteren Waden, endlich Stiefel zu finden!
Jetzt wird es schon wesentlich langlebiger!
Ist dir aufgefallen, das wir in letzter Zeit fast nur noch verkürzte Hosen sehen? 7/8 oder 3/4 Längen? Es ist schon richtig schwierig geworden, eine Hose in regulärer Länge zu finden!
Der selbe Hosenanzug oder die selbe Jeans mit langem Bein wird auf die meisten von uns momentan altbacken wirken im Vergleich zu dem selben Stück mit verkürztem Bein. Das Schöne daran: Wir können die "alten" Hosen einfach ein Stückchen kürzen lassen und müssen nicht einmal neu kaufen.
Updates der Schnitte in Länge und Weite sind ein schöner Weg, Modernität in einen Look zu bringen, ohne dass es gleich verrückt trendy wird. Solche Anpassungen ändern sich nicht jede Saison, sondern bleiben uns ein paar Jährchen erhalten.
Ja, der Begriff ist ein Widerspruch in sich. Aber: Wenn sich ein Trend bewährt (sprich: gut verkauft) hat, warum dann nicht wiederholen? Trendklassiker sind solche, die mit Sicherheit wiederkommen, wenn auch erst nach ein paar Jahren. Das liegt ganz einfach daran, dass sie sonst ihren Wert als Neuheit verlieren würden. Ja, so funktioniert die Modebranche!
Hast du Teile im Schrank, die dir eigentlich gut passen? Du magst die Farbe und sie sind von schöner Qualität, trotzdem fragst du dich, ob die nicht weg sollten, denn sie sind irgendwie... Altmodisch?
Achtung: Oft kommen uns Kleidungsstücke uninteressant vor, weil sie nicht im Trend sind. Sobald der Trend aber wieder auftaucht, ändert sich unsere Meinung. Das gilt interessanter Weise auch für Frauen, die sich überhaupt nicht als modeaffin bezeichnen würden. Sehen wir Dinge oft, beginnen wir, sie zu mögen (vereinfacht gesagt). Faszinierend, wie beeinflussbar wir doch sind.
Wie schafft die Modebranche das?
Trick Nr. 1: Bewährte Teile werden neu kombiniert. Ein Reitstiefel wird z.B. nicht mehr mit hineingesteckter Hose präsentiert, sondern zu einem weit schwingenden Kleid getragen. Schon wirkt der Look neu! Den Reitstiefel hast du vielleicht bereits, aber jetzt brauchst du auch noch das Kleid. Smart, gell?
Ich liebe ja ausmisten, aber bei diesen Teilen solltest du vorsichtig sein, willst du es nicht bereuen:
Neuerdings werden sie auch gerne als Ice Cream Colors bezeichnet. Pastelle treten häufig als Komplettlook auf. Zum Beispiel rosé mit pistazie und dazu eine hellgelben Tasche. Dieser Trend kommt garantiert alle Jahre wieder. Pastelle lassen sich ganz besonders toll in feminine, romantische, nahbare, Looks umsetzen. Wenn du dich davon angesprochen fühlst, dann ist Pastell ein Trend, den du super mitmachen kannst.
Der Trendklassiker schlechthin! Dieses Mode-Thema erfüllt mich mit Begeisterung und Freude. 2001 habe ich in meinem Modestudium eine ganze Kollektion zum Thema Scottish Country und Equestrian entworfen. Die herbstliche Farbwelt mit den satten Tönen von Spätsommer-Früchten. Birne, Bourdeaux und Schokolade. Die texturierten Stoffe. Ich liebe es und freue mich jedes Mal, wenn dieser Trend wiederkommt.
Hast du noch einen Karoblazer oder Reitstiefel im Schrank? Bloß nicht entsorgen, nur weil wir in den letzten Jahren fast nur Overknees gesehen haben. Der Reitstiefel kommt so sicher zurück, wie die Gummistiefel in Schottland!
Spitze, Florale Drucke (aktuell vor allem auf schwarzem Hintergrund) Samt, Spitze und Stickerei. Nach einiger Zeit Minimalismus entsteht wieder Sehnsucht nach etwas "mehr" und nach Romantik. Die Designer werden diese Looks wieder auflegen. Romantik und Boho Trends sind auch deshalb so vielseitig und beliebt, weil sie Sommer wie Winter getragen werden können. Im Sommer gern als weisse Kleider mit Lochstickerei, im Winter Spitze auf satten, dunklen Tönen. Die Kleider sind meist lang und eignen sich auch für verschiedene Jahreszeiten.
Praktischer Trend, nicht wahr?
Unnötig zu erwähnen, dass dies besonders ein Trend für Feminine Looks ist. In eine ausgesprochen sportliche Garderobe ist dieser Trend eher schwierig zu integrieren. Da eignet sich der Country oder Military Style besser.
Breite Krägen, Schulterklappen, breite Stoffgürtel über dem Blazer, Hosen und Jacken mit grossen Taschen und Jumpsuits. Das alles sind Kleidungsstücke in Anlehnung an die Uniformen der Militärs. Mit Militaryelementen lassen sich sehr coole Looks zusammenstellen. Das haben Emanuelle Alt und Carine Roitfeld (Editor der Pariser Vogue und Karl Lagerfeld Muse) großartig demonstriert.
Hast du solche Stücke im Schrank? Gerne in army-grün oder schwarz? Unbedingt behalten! Sieht super zu schlichten Basics aus, aber auch zu romantischen Teilen.
Deine Lieblingsfarbe ist aktuell Trend? Perfekt! Das ist die Gelegenheit, dich mit Teilen einzudecken, die du lange lieben wirst.
Vielleicht gibt es auch gerade neutrale Farben, die sich perfekt mit deiner aktuellen Garderobe kombinieren lassen. Im Herbst/ Winter 20/21 gibt es zum Beispiel viel grau - für viele Frauen eine tolle Alternative zu schwarz. Grau passt zu allem (und das sage ich selten!), ohne so hart und kontrastreich zu wirken, so wie es Kombinationen mit schwarz oftmals tun.
Eine eigene kleine, bewährte Farbpalette mit gut kombinierbaren Farben macht dir das Zusammenstellen deiner Outfits so viel leichter!
Wenn „fremde“ Farben dazukommen, kann das verwirrend sein. Sicherlich hast du schon von Farbtherapie und Farbpsychologie gehört. Farben haben eine große Wirkung auf dich und auf andere. Daher ist Farbe ein tolles Werkzeug, um zu steuern, wie du wahrgenommen wirst. Möchtest du fröhlich und gut gelaunt wirken? Freiheit ausstrahlen? Im Job eher zuverlässig und professionell? Kein Problem!
Ich liebe es, für meine Klientinnen die Kraft der Farbe auf diese Art zu nutzen. Dazu kommen die Farben, die der natürlichen Ausstrahlung einfach toll stehen. Und schon haben wir mehr als genug Farben für eine abwechslungsreiche Garderobe. Auf Farbtrends kann ich daher gut verzichten.
Schau' doch mal in diesen Artikel zum Thema Wirkung von Farbe!
Und das ist gerade in Arbeit für dich:
Welche Trends im Herbst/Winter 2020/21 sind Trendklassiker und welche eignen sich für wen?
Happy Styling!
Ingrid
PS: Hast du gesehen, dass endlich wieder der Style me Happy Workshop stattfindet? Klicke hier um (kostenlos!) dabei zu sein!
„Ah, Du machst Stilberatungen!“
Auch wenn das nicht ganz falsch ist, ich mag es nicht besonders, als Stilberaterin bezeichnet zu werden. Der Grund: Stil- und Typberatung wird im Allgemeinen etwa so definiert:
Die Kundin wird angeschaut, kurz befragt und „Tadah!“, das Ergebnis ist einer von vier Stiltypen (wenn Frau Glück hat, eine Mischung daraus):
4 Kategorien. Für etwa 53 Millionen Frauen, die im deutschsprachigen Raum leben. Würden die alle in nur vier Schubladen passen und würde sich das Leben bloß in diesen Kategorien abspielen, dann wäre das nicht nur langweilig, sondern auch ziemlich frustrierend. Findest du nicht?
Das Leben bietet die wundervollsten Anlässe für unterschiedliche Looks. Im Business darf es kraftvoll und durchsetzungsstark sein, mit den Freundinnen ganz lässig und modisch und in den Ferien ist vielleicht ein extravagantes Boheme Kleid das, worauf du Lust hast.
Je nach Stimmung fühlst du dich in unterschiedlichen Farbtönen wohler und je nach Jahreszeit und Tagesaufgabe haben wir Lust auf unterschiedliche Looks. Wäre es nicht wahnsinnig langweilig 365 Tage im Jahr „die Sportliche“ zu sein?
Wäre es stattdessen also nicht spannender, deinen EIGENEN Style zu kreieren?
Eine Stilidentität, die sich durch dein Leben zieht, dir aber Spielraum für deine Facetten lässt?
Du möchtest herausfinden, wie dein persönlicher Look aussieht, ohne dich in eine starre Schablone zu zwängen?
Dafür benötigst du vor allem Zeit zur Selbstreflexion. Geht es dir wie mir und die Zeit ist immer knapp? Ich verspreche dir, es lohnt sich, regelmäßig Zeit in dich selbst zu investieren. Zur Ruhe zu kommen und dir selbst etwas Gutes zu tun.
Wie wäre es, wenn du heute Abend mal ein Stündchen für dich und deinen Schrank einplanst? Ganz in Ruhe, ohne Störungen aber vielleicht mit einem leckeren Drink?
In meinen Typberatungen empfehle ich meinen Kundinnen zu Beginn, drei Schlüsselbegriffe für ihren Style zu definieren. Suche dir Worte, die dich spontan ansprechen und so richtig in Vorfreude versetzen. Mach’ dir bei dieser Aufgabe nicht zu viele Gedanken. Im Grunde kann jedes Attribut, das dich intuitiv anspricht, dich und deinen Style repräsentieren.
Frage dich: „Wie will ich wirken? Wer ist die Frau tief in mir drin, die ich aktuell zu wenig zeige?"
Hier ein paar Wörter, die sich meinen Jahren als persönliche Style Beraterin als passend herausgestellt haben:
Auch die vier Standard Stiltypen Begriffe klassisch, natürlich, romantisch und sportlich kommen natürlich als Begriffe in Frage.
Die Zahl drei ist als Anzahl für die Style Keywords eine bewährte Formel.
Zu wenige Stilrichtungen könnten deine Facetten zu wenig abdecken, zu viele dagegen verwirren und deine gewünschte Ausstrahlung wird verwässert.
Wenn du dich nicht gleich entscheiden kannst, suche dir vier Wörter aus und reduziere sie im Laufe deiner Style Entwicklung.
Keine Sorge! Es geht bei dieser Übung nur um den Start auf deinem Weg zu deinem eigenen Stiltyp. Nichts muss jetzt in Stein gemeißelt sein. Du veränderst dich und dein Style tut es auch. Du musst hier keine Angst haben, etwas falsch zu machen. Vertraue auf deine innere Stimme.
Damit dein Outfit dich wirklich stärken kann und du dich so richtig großartig fühlst, sei ehrlich zu dir selbst!
Was willst du? Und nur du?
Lass’ es nicht zu, dass sich Gedanken einschleichen wie:
„Was werden die Leute denken, wenn ich plötzlich schicker herumlaufe? Ich wohne doch auf dem Dorf!“
„Meine Kollegen werden denken, ich halte mich für etwas Besseres!“
Meine ehrliche Meinung und jahrelange Erfahrung:
Deine Kollegen können so einiges wegstecken und werden sich daran gewöhnen, dass bei dir jetzt Schluss ist mit Jeans & T-Shirt.
Höchstwahrscheinlich dauert es nicht lange, bis du gefragt wirst, wo du einkaufst!
Welche deiner Kleidungsstücke repräsentieren die von dir gewählten Attribute?
Oft kannst du einem Kleidungsstück mehr als ein Attribut zuordnen, das ist völlig in Ordnung. Diese Teile verändern ihre Wirkung, je nachdem wie du sie kombinierst.
Genau so funktioniert Style!
Hast du deinen roten Faden gefunden dann gibt dir das die Freiheit, alle deine Facetten drum herum zu entfalten. Du kannst deinen Style dann unterschiedlichen Anlässen und Situationen anpassen und bleibst deiner Style Identität trotzdem treu.
Einigen Kundinnen meiner Style Beratung fällt auf, dass sie die Kleidungsstücke, die ihrem Wunschstil entsprechen, zwar im Schrank haben, aber selten tragen. Meist fehlt schlicht der Mut. Versuche diese Teile, die du zwar liebst, dir aber gewagt erscheinen, mit schlichten Basics zu kombinieren.
Würdest du so gern endlich mal das Top in dem kräftigen Pink tragen, aber es ist eben… sehr pink? Kombiniere es mit einer neutralen Farbe. Weiss, sand, grau… und schon ist es garnicht mehr bunt, sondern schick und tragbar.
Welche Teile in deinem Schrank entsprechen überhaupt nicht deinen neu definierten Style Attributen?
Nach meiner Erfahrung sind das oft ausgerechnet die Stücke, die wir, vielleicht aus Bequemlichkeit, sehr oft tragen.
Die so-la-la passende Jeans, der Schlabberpulli oder die langweiligen, eintönigen T-Shirts. Es sind die pflegeleichten Teile, an die wir uns zwar gewöhnt haben, die jedoch den Wunsch nach einem ausdrucksstärkeren Style erst in uns ausgelöst haben.
Kannst du in den Kleidungsstücken, die überhaupt nicht deinem Wunschstil entsprechen, Gemeinsamkeiten entdecken?
Je genauer du eingrenzen kannst, warum die Teile nicht deinem Wunschstil entsprechen, desto besser kannst du in Zukunft Fehlkäufe vermeiden. Kleidungsstücke, die deinem neu definierten Stiltypen nicht entsprechen, gehören aus deiner aktiven Garderobe verbannt!
Leider vergessen wir viel zu schnell, von welchen Outfits wir begeistert waren.
In der Style Beratung gebe ich dafür einen wertvollen Tipp: Fotografiere unbedingt alle Outfits, die deinem Wunsch Style entsprechen!
In welchem Look fühlst du dich so richtig wie du selbst?
Genau so, wie du es dir gewünscht hast?
Warum gibt dir das Outfit dieses gute Gefühl?
Diese Erkenntnisse zeigen dir, auf was du in Zukunft beim Shopping achten solltest.
So fällt dir auch auf, welches deiner drei Style-Keywords noch unterrepräsentiert ist. Dieses Wort sollte bei deiner nächsten Shopping Tour definitiv ganz oben auf der Liste stehen!
Meist fällt es leichter, die Outfits anderer zu bewerten, als unsere eigenen. Bist du dir unsicher, ob dein Style modebewusst oder schon aufgedonnert wirkt? Da bist du ganz sicher nicht allein! Probiere folgenden Trick:
Fotografiere dich in deinem Outfit und sieh’ es dir einige Tage später noch einmal an. Durch die zweidimensionale Darstellung und den zeitlichen Abstand kannst du dich selbst neutraler sehen. Durch die direkten Vergleiche deiner Fotos wirst du immer geübter darin, welcher Style dir mehr oder weniger steht und gefällt. Du erkennst Gemeinsamkeiten an deinen Lieblingsoutfits und je mehr Bilder du in deiner Sammlung hast, desto offensichtlicher wirst du erkennen, was dein ganz eigener Stiltyp ist.
Dann ist mein online Style Kurs das Richtige für dich! Dort gehen wir, unter anderem, diese Übung zusammen durch und die Teilnehmerinnen unterstützen sich gegenseitig. Natürlich stehe ich dir in dem Kurs auch für deine persönlichen Fragen zur Verfügung. Unter diesem Link kannst du dich auf die Warteliste setzen lassen.
Und jetzt bist du dran! Welches ist dein ganz eigener Stiltyp? Lass’ mich wissen, welche Style-Keywords du für dich ausgesucht hast und warum.
Deine Stylistin
Ingrid
PS: Ich möchte mit diesem Artikel auf keinen Fall ausdrücken, dass alle Stilberaterinnen einen schlechten Job machen! Natürlich gibt es immer solche und solche. Es gibt crash Kurs Ausbildungen, es gibt fundierte Ausbildungen. Ich beschreibe hier, wie ich das Thema persönlich erlebt habe.
PPS: Diesen kurzen Artikel zum Thema Stilentwicklung möchte ich dir gern mit auf den Weg geben. Er liegt mir ganz besonders am Herzen, denn er räumt mit dem allergrössten Style Missverständnis auf: Style ist kein Kleidungsstück.
Kommen dir diese Gedanken bekannt vor?: „Sieht das wirklich gut aus?“, „Hat dieses Teil Stil?“ oder „Sieht das auch wirklich effortless aus?“
Die meisten Kundinnen meiner Style Beratung fühlen sich beim Gang vor den Kleiderschrank oder in die Läden unsicher und überflutet von Möglichkeiten. Ist ja auch kein Wunder! Von allen Seiten möchte man uns heute schließlich erzählen, auf welche Kleidungsstücke eine stilvolle Frau aktuell auf keinen Fall verzichten darf.
Im Netz findest du zahlreiche „must-have“ Listen. Dazu kommen die Influencer und Modemagazine. Bei all den Tipps fällt es natürlich schwer zu erkennen, ob die angepriesenen Teile als Fehlkauf oder Lieblingsstück enden werden.
Vielleicht hast du, wie viele meiner Klientinnen in der Style Beratung, bereits ein grossartiges, stylisches Pinterest Board voller lässiger Looks erstellt. Irgendwie hilft dir das aber nicht wirklich weiter. Es sind einfach zu viele Tendenzen, Trends und Stile darauf.
Möglicherweise hast du auch schon das ein oder andere „must-have“ ausprobiert, dich dabei aber alles andere als mühelos stylish gefühlt?
„Ich habe das Style Gen einfach nicht geerbt“ höre ich ständig von meinen Kundinnen. Und wenn ich Ihnen dann erzähle, wie viele Frauen das eigentlich von sich denken, sind sie total erstaunt. Du bist also in allerbester Gesellschaft.
Das einfachste ist also, uns einfach weiter zurückzuhalten und stiltechnisch im Bereich dessen zu bleiben, was für uns bekannt und komfortabel ist.
Vielleicht ist auch die To-do Liste mal wieder so lang, dass einfach keine Zeit zum Nachdenken über Stilfragen bleibt. Wie soll man sich zwischen Kind, Haushalt und Job noch um den Look kümmern? Diese Ausreden kennen wir alle, oder? Also ziehen wir uns weiter unscheinbar an und machen uns den Tag dadurch unnötig grau und eintönig.
Dabei kann deine Garderobe eigentlich so viel mehr sein, als bloß ein weiterer Punkt auf deiner To-do Liste! In einer professionellen Typberatung erkläre ich meinen Kundinnen als Erstes, warum ihre Kleidung nicht nur die Menschen in ihrem täglichen Umfeld, sondern vor allem sie selbst beeinflusst. Schliesslich bist du die wichtigste Person in deinem Leben, nicht die anderen.
Wenn Du also das nächste mal ratlos vor dem Schrank stehst, gehe die Outfits mal von einer ganz anderen Perspektive an. Frage dich als Erstes:
Fröhlichkeit und Positivität? Eine Extraportion Kreativität oder ein bisschen Verrücktheit? Durchsetzungsstärke und extra Nerven? Dein Outfit unterstützt dich genau dabei!
Deine Looks sollen dich ein paar Centimeter grösser erscheinen lassen. Dich attraktiv und selbstbewusst fühlen lassen. Das ist: Dein eigener Style! Wie sollten dich die „10 must-haves des Monats“ dort auch hinführen?
Aber die Frage an dich selbst: „Wer möchte ich heute sein?“ -Die kann das sehr wohl!
Genau deshalb sollte ein stylischer Look, „das gewisse Etwas“ und eine starke Ausstrahlung auch nicht einigen Wenigen vorbehalten sein. Wir alle ziehen uns jeden Tag auf’s Neue an. Dann machen wir es uns doch gleich schön!
Wenn du nun weisst, was deine Ziele des Tages sind, wie gehst du also vor wenn du dein Outfit zusammenstellen willst?
Eine einfache aber sehr wirkungsvolle Methode, die du sofort anwenden kannst, ist die Kraft der Farbpsychologie. Wir alle haben starke Assoziationen, wenn wir Farben sehen. Das können wir uns in unserer Kleidung zum Nutzen machen.
Etwas mehr Power und Fröhlichkeit wäre gut heute?
Wie wäre es mit gelb?
Du musst extra seriös rüberkommen?
Wie wäre es mit einer Kombi aus dunkelblau und weiss?
Farbe hat eine erstaunliche Wirkung, die du ganz leicht für dich nutzen kannst. Ich erkläre dir gern, wie das genau funktioniert. Schau’ mal unter diesem Link zu den diversen Farben, über die ich bereits geschrieben habe:
Die Wirkung von Farbe & Farben kombinieren
Du möchtest noch einen grossen Schritt weiter gehen und endlich den Style finden, der dich strahlen lässt? Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie ich dich unterstützen kann. Hier findest du einen Überblick über meine persönlichen oder online Services und meinen online Styling Kurs:
Meine Angebote für dich!
Mach' es dir hübsch!
liebe Grüsse,
Ingrid