"Ein mega Outfit! Ich wär' nie auf die Idee gekommen, diesen Rock so zu stylen!"

Dieses nette Kompliment machte mir letztes Wochenende eine charmante Mitarbeiterin in einer sehr (!) stylishen Rooftop Bar in Hamburg.

Ich muss zugeben: 
Ich habe selbst gehadert, ob ein Paillettenrock und ein Jeanshemd vielleicht zu viel Stilbruch sind. 

Geht das zusammen? Schlussendlich fand ich: Ja, das geht zusammen und habe mich sehr wohl gefühlt.

Was ist der Unterschied zwischen einem Outfit das interessant & originell und einem dass schlichtweg unharmonisch wirkt?

Für Stilbrüche, die raffiniert statt chaotisch wirken folge einfach diesen Schritten:

Kläre für dich vorab:
Was steht heute auf dem Plan und wie will ich mich fühlen?

Für diesen Abend wollte ich zwar einen modernen, schicken Look, aber nicht in einer eleganten, sondern eher einer lässigen Art und Weise. Und vor allem: Ein kleiner Tick Boho (hier verkörpert durch meinen braunen Westernboots) sorgt immer dafür, dass ich mich "wie ich" fühle. 

Den Paillettenrock liebe ich, ABER: Er ist auf schwarzen Grund und schimmert satt orange. Beides Farben die mir nicht wirklich stehen und ich daher als Oberteil nicht tragen möchte. Wie also kombinieren?

Eine Hemdbluse also.
Aber welche? 

Und hier kam mir der Zufall zu Hilfe. Ich habe dir ja oben verraten, dass ich an mir kein sattes orange mag,- zumindest nicht am Oberkörper. Dieses kommt aber im Rock vor und glücklicherweise auch als Absteppung an genau diesem Jeanshemd.

Mehr braucht es manchmal garnicht um einen Zusammenhalt zwischen Ober,- und Unterteil zu schaffen.
Eine gemeinsame Farbe ist super, aber manchmal reicht eben sogar die Farbe einer Naht.

Nun müssen natürlich noch Schuhe her.
Und da ein Jeanshemd diesen Marlboro-man-artigen Wild-West-Charme mitbringt: Warum nicht das Outfit abrunden mit einem paar Western Boots? -Ohnehin meine absoluten Lieblingsschuhe. 

Jetzt nur noch Accessoires.
"Zufällig" (natürlich nicht zufällig, ich liebe einfach alles was an Pferde und Equestrian Style erinnert) habe ich da so eine Tasche in Form eines Sattel mit mehreren Riemen etc. Klar, dass es diese sein muss für mein glitzerndes Westernoutfit. 

Die Tasche ist aber überhaupt nicht das wichtigste Accessoire in diesem Look es ist nämlich die kleine, glitzernde Tukan-Brosche die die Farben des Rocks aufgreift. Vor allem aber bringt sie Fun und Party Stimmung in das ansonsten sehr (sehr!) casual Oberteil. 

Fertig ist der Stilmix-Look und das sind die Styling Geheimnisse zusammengefasst:

❤️ Farben im Outfit wiederholen ist gut, es muss manchmal aber garnicht so offensichtlich sein. Ein kleines Detail kann ausreichen um den Look zusammenzubringen.

❤️ Manchmal ist es auch garnicht die Farbe, die ein Outfit zusammenhält, es ist der Stil. Das Thema. In meinem Fall die Western-orientierten Teile wie das Hemd und die Boots. Diese Teile passen zwar nicht farblich aber stilistisch perfekt zusammen.

❤️ Um den abendlichen Vibe des Rocks nochmal zu betonen (und weil ich bei aller Cowboyliebe nicht wollte, dass jemand denkt ich hätte mein Pony unten an der Strassenlaterne angebunden), hilft ein kleines glitzerndes Accessoire. In meinem Fall der Tukan. Es hätten aber auch tolle grosse Ohrringe oder eine auffälligere Kette sein können. 

That's it.

Aber bevor du dir jetzt überlegst, wie du Zusammengehörigkeit in dein nächstes Outfit bringst überlege dir immer: 

Key für Outfits mit Persönlichkeit:
"Wie will ich mich in meinem Outfit fühlen? Wie will wirken?" 


Das ist nämlich das eigentliche Geheimnis hinter einem Outfit in dem du dich grossartig fühlst. Checke jedes Kleidungsstück, ob es dir hilft diese Wirkung zu erzielen und du hast bald einen Schrank, in dem du sogar zufällig tolle neue Outfit Kombis finden wirst.

Outfits mal anders kombinieren, Stile mixen und Persönlichkeit zeigen: Unser Lieblingsthema im Style Me Happy Cub!

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Letzte Woche habe ich in den Style News über eine Situation geschrieben, auf die ich sehr häufig angesprochen werde:
Das Office ohne Dresscode. Ursprünglich sollte die Abschaffung von Dresscodes für mehr Freiheit und Platz für Persönlichkeit sorgen. Passiert ist vor allem Eines: Viele Menschen fühlen sich unsicherer denn je was anziehen und passen sich vorsichtshalber den Kollegen an. Authentizität? Freiheit?

Besonders interessant finde ich aber: Die vielen Menschen, die auf mich zukommen und sagen:
Ich will eigentlich garnicht sooo relaxed im Büro erscheinen. Ich wünsche mir Outfits die professionell wirken, die meine Kompetenz unterstreichen und kraftvoll wirken. Aber: Man (und ganz besonders Frau) möchte auch nicht Kollegen auf den Slips treten, die in T-Shirt oder auch mal Hausschuhen durch die Büroflure schlendern.

Auf diese Style News habe ich überwältigend viele Nachrichten und Wünsche nach mehr Tipps bekommen. Also machen wir doch einen vollen Blogpost daraus für alle, die die letzten Style News verpasst haben, und legen nochmal einige Tipps drauf.

Elegante, smarte Looks oder casual, bequem und (vermeintlich) moderner?
Wie sind wir im Büro angemessen gekleidet? 

Unser Beispiel:

Gehen wir mal davon aus, du arbeitest in einem mittelständischen Unternehmen in einer internen Funktion, also ohne Kundenkontakt. Alle kommen total relaxed in's Büro. Freizeit und Office Kleidung ist grösstenteils dieselbe. Manch einer wechselt am Schreibtisch auch gern in Birkenstocks oder Hausschuhe. 

Du hingegen gefällst dir eigentlich nicht besonders gut im Hose/Jeans, Pulli, Cardigan Look, aber du willst auch nicht, dass der Birkenstock-Typ denkt du hieltest dich für etwas Besseres. 

Was also tun? 


Food for thought:

In wessen Richtung möchtest du dich orientieren?

In Richtung Chef*in oder Richtung Birkenstock-Typ?

Wem wollen wir wirklich Zugehörigkeit signalisieren? 

Ja, ich verstehe. 
Es kann ein grosser mentaler Stretch sein den ich hier gerade aufzeige, -aber ein sehr positiver Stretch für deine Karriere.  

Aber gut. Ich höre dich und deine Bedenken und möchte dir daher heute einige Tipps mitgeben, wie du die Brücke schlägst von einfach nur casual zu polished casual. 
Soll heissen: Immer noch freundlich, relaxed und "eine von euch", aber genau einen Tick gepflegter, "angezogener", moderner.
Gerade dieser Tick: "Du siehst gut aus!"

Tipps für eine kompetente Wirkung in casual Outfits


Auch casual Kleidungsstücke müssen passen

Casual Teile (Jeans, T-Shirts, Pulli, Cardigan, Chino,..) wirken sofort deutlich wertiger und gepflegter, wenn wir hier genau so auf Passform achten wie bei eleganten Kleidungsstücken.
Ein einfaches T-Shirt, das faltenfrei sitzt und gern noch schön gebügelt ist, sieht immer schicker aus als ein labberiges Stück, das hin-und her rutscht, weil Schulter und Halsausschnitt zu weit sind. "Klebt" die Hose am Bein? Wirft sie unschöne Falten im Schritt oder zeichnet sich der Slip ab? Keine guten Voraussetzungen für einen besonders kompetenten Auftritt.
Eine universell gute Passform im Job haben Kleidungsstücke die gerade ein wenig Luft zwischen Körper und Kleidung lassen, also nicht eng anliegen, aber auch nicht schlaff herabhängen. "Elegantly loose" pflegte meine Dozentin im Mode Studium immer zu wiederholen.

Der richtige Gürtel

Ich meine hier nicht den kantigen Herren-Jeansgürtel, den ich viel zu oft sehe.
Stöbere ein bisschen im Netz und achte auf eine schmalere Breite (max. 3cm), eine aussergewöhnliche, feinere Schliesse und auch auf eine Farbe, die mit deiner Kleidung harmoniert. Es muss nicht immer schwarz sein.


Dezente Muster

Vielen Menschen fällt das Kombinieren von Outfits schwer. Einfarbige Teile können irgendwie öde und plakativ daherkommen. Oft wird dieses missinterpretiert als "die Farben passen nicht zusammen", was aber selten das Problem ist.
Traue dich unbedingt auch im Business an dezente Muster. Du wirst über die Wirkung staunen. Ein gestreifter Pulli statt einem Uni, ein Zopfstrick statt einfach "nur" glatt, ein feiner Streifen oder Karo in der Hose und das gesamte Outfit wird sofort aufgelockert und optisch leichter daherkommen. Ausserdem kannst du jede Farbe aus dem Muster ganz leicht dazu kombinieren.

Key Kleidungsstücke für ein gepflegtes casual Outfit im Office

Krägen und Business sind einfach ein Dreamteam. Sogar, wenn das Shirt so relaxed rüberkommt, wie dieses. Link zur Shirtbluse *

Jeans sind in den meisten Offices Gang und Gäbe. Die schickere Schwester: Eine Jeans in off-white *

Ein Klassiker der immer gepflegt rüberkommt, -ganz besonders mit der abgesetzten Schulterpasse. Link zum Marinieshirt *

Hast du eine elegante Gürtelalternative zum schweren Jeansgürtel im Schrank? Dunkelblau lässt sich übrigens super zu schwarzen oder braunen Schuhen kombinieren. Link zum Gürtel *

Das polished T-Shirt. Kleines Detail und so viel eleganter, "angezogener", als das klassische T. Link zum drapierten Shirt *

Die viel schickere Sneakeralternative, vor allem zu Jeans: Slippe aus butterweichem Leder. Link zu Slippern *

Bei Longblusen krempelst du die Ärmel und kombinierst sie mit einer schmalen Hose zu einem easy Office Look. Link zur Longbluse * in oliv

Kein Detail signalisiert so schnell "Business" wie ein Kragen

Die grösste Wirkung all dieser Ideen hat definitiv ein Oberteil mit Kragen vs. einem ohne Kragen. 
Logisch eigentlich, denn der Kragen ist etwas, dass wir seit jeher mit Status oder Adel (die Halskrause, der Spitzenkragen) oder mit dem Geschäftsleben ("white Collar") in Verbindung bringen.
Wähle also lieber ein Oberteil mit Hemdkragen, Stehkragen, Rollkragen gegenüber einem einfach flachen Ausschnitt. Der Effekt funktioniert sogar bei einem so relaxtem Kleidungsstück wie dem Jeanshemd. 
Ist dir aufgefallen, dass viele Herren im Business auf den ersten Blick causal tragen, aber sehr häufig ein Polo Shirt statt eines T-Shirts wählen?
Bei der Frage "Wer ist hier der Chef?" schlägt das Polo das T-Shirt jedes mal. Hier lohnt es sich den Kragentrick von den Herren abzuschauen!  

Knopfleisten

Nicht ganz so businesslike wie der Kragen, aber auch eine Aufwertung eines casual Teils: Ganze oder halbe Knopfleisten. Pullis mit halber Knopfleiste (Henley genannt, bzw. Troyer wenn Reissverschluss) sind übrigens gerade ein riesen Trend, daher findest du sie im Frühling überall. Das Beste: Troyer kommen oft mit einem grossen Kragen, den du locker über die Schultern legen kannst. Gibt dem Look sofort einen Tick "mehr", wirkt daher interessant, ist aber auch auf Grund der Reissverschlusses ein ausgesprochen sportliches Kleidungsstück. Sportlichkeit passt in manche Branchen besser als in andere. Wie sieht das bei dir aus?

Immer wieder unterschätzt: Die Wirkung von Stoffen

Jetzt die gemeinste Message dieses Blogposts, -sorry dafür schon einmal!
Ich weiss ja... Strickstoffe sind soo bequem. T-Shirts, Pullis, Cardigans. Kein Wunder sind sie so beliebt, sie sind einfach komfortabel.

Aber lassen wir diese Worte einmal kurz wirken:

Bequem. Komfortabel. Kuschelig. Praktisch.

Wie wollen wir im Job rüberkommen? Bequem, komfortabel, kuschelig, praktisch?
Eigentlich wollen wir ja das Gegenteil von Bequemlichkeit ausstrahlen, oder?

Nämlich Professionalität, Kompetenz, Klarheit, Kraft.

All diese Werte werden über glattere Webstoffe viel besser kommuniziert als über cosy Strick. Ich sage garnicht, dass du nie wieder Pulli & Co. in's Büro anziehen sollst, aber ich halte Strick in den letzten Jahren für recht überrepräsentiert. Vor allem wenn wir von einem Pulli plus Cardigan in einem Outfit sprechen ist es schwierig so einen Look noch von der gemütlichen Freizeit Ausstrahlung zur Professionalität hinzustylen.

Denke stattdessen an sog. Blusenshirts. Also schlichte T-Shirt Schnitte die in Webstoffen gearbeitet wurden. Oft kommt das Rückenteil in Jersey für etwas Dehnbarkeit. Wirkt sofort viel schicker, aber relaxed auch den schlichten Schnitt. Oder natürlich du setzt gleich auf einen locker geschnittene, längere Hemdbluse mit Kragen, krempelst die Ärmel, dazu eine gerade Jeans und Loafer oder auch einen weissen Retro Sneaker. Perfekt: Polished casual.

Farben und Farbkombinationen für Office Looks

Blau ist die Businessfarbe schlechthin. Das ist bekannt. Sie wirkt souverän, vertrauenserweckend, sachlich, logisch, klar, sie polarisiert nicht. Kein Wunder, ist Blau die überwiegende Farbe bei Anzügen und Unternehmenslogos. Wir denken an die Deutsche Bank, Nivea, Dell, Nestle, VW,..

Mit blau fährst du im Zweifel immer gut. Ganz im Gegensatz zu rot.
Mit rot assoziieren wir Gefahr, Feuer, Blut, Leidenschaft. Nicht unbedingt hilfreich in den meisten Business Situationen. Wir werden in rot schneller als aggressiv oder unsympathisch wahrgenommen. Natürlich kommt es auch 1, auf den individuellen Ton (Bordeaux wirkt dezenter als Karminrot) und 2. auf die Kombination an.

Outfits mit einem grossen Hell-Dunkel-Kontrast (z.B. eine helle Farbe kombiniert mit schwarz, oder eine dunkle Farbe kombiniert mit weiss) wirken immer durchsetzungsstärker, autoritärer, kraftvoller als Outfits mit einem niedrigen Kontrast. Z.B. dunkelblaue Jeans mit bordeauxfarbenen Oberteil.

Nutze dieses Effekt je nach Tagesprogramm!
Du willst im Teammeeting nahbar und freundlich wirken? Dann kombiniere ein Outfit mit geringem Farbkontrast.

Zum Thema casual im Office könnte ich ewig schreiben und Beispieloutfits erstellen. Ganz nebenbei spielt natürlich auch noch deine Position im Unternehmen und deine Branche eine Rolle. So viel zu erzählen, so wenig Zeit!

Daher habe ich casual für's Office zum Monatsthema im Style Me Happy Club erklärt und du darfst dich auf eine volle Masterclass, Outfit Rezepte und Fragestunde freuen! Du bist noch nicht dabei im Club? Dann schau' doch hier mal vorbei.

* Um euch diesen Blogbeitrag mit Beispielbildern anreichern zu dürfen, arbeite ich mit dem Modehaus breuninger.com auf Affiliate Basis zusammen. So ist es mir gestattet ihre Bilder zu benutzen. Sollte es zu einem Kauf der Produkte kommen, bekomme ich einen kleine Provision. Für dich als Kundin ändert sich dadurch nichts.

Kleidung zu finden, die dir steht und die du liebst ist der Anfang zu einer Garderobe die dich groß rausbringt. Aber eben auch nur der Anfang. Der erste Schritt.

Erst wenn wir die einzelnen Kleidungsstücke zu stimmigen Outfits kombinieren fühlen wir uns rundum wohl, strahlend und gestärkt. Was genau "stimmig" ist, ist natürlich (und zum Glück) sehr individuell, dieses muss vor allem für dich stimmen. Du sollst dich authentisch von deinem Outfit repräsentiert fühlen.

Trotzdem gibt es ein paar optische Regeln, die wir über verschiedene Typen, Stile, Geschmäcker hinweg als "stimmig" empfinden. Und eine davon wird fast immer übersehen, dabei ist es genau dieser Faktor, der uns oftmals verzweifeln lässt, weil wir einfach nicht drauf kommen, was an einem Outfit "nicht stimmt".

Die wichtigsten Faustregeln beim Outfit kombinieren

Wenn ich gefragt werde, wie ich ein Kleidungsstück kombinieren würde, dann wird fast immer nach harmonischen Farben und manchmal auch nach passenden Schnitten gefragt. Interessante Farbkombinationen sind super, daher habe ich vor einiger Zeit auch eine ganze Artikelreihe zu schönen Outfitfarben erstellt. Schau' mal hier: Farben kombinieren

Aber Farbe ist nicht alles. Ehrlich gesagt, "perfekte" Farbkombis sind in meinen Augen nicht einmal die erste Priorität. Kennst du diese Glaubenssätze?

Zum Glück leben wir nicht mehr in einer Welt mit solchen Regeln, von denen ohnehin niemand mehr weiß, woher sie stammen und warum sie jemals sinnvoll gewesen sein sollen. Schauen wir uns heute mal auf Insta & Co. um: Die tollsten Frauen tragen Farbkombis, die einfach Spass machen und Persönlichkeit zeigen. Ohne Regeln und falsche Zurückhaltung.

Neben den Accessoires ist Farbe das Schönste und leichteste Stilmittel um Persönlichkeit in deine Outfits zu bringen. Dieses Tool sollten wir doch viel mehr nutzen.
Wenn die Farbkombi also nicht der Übeltäter eines unrunden Outfits ist, was ist es dann?

Warum will mein Outfit nicht so recht zusammenpassen?

"Irgendwas gefällt mir nicht. Was stimmt mit diesem Outfit nicht?"

Werde ich sehr oft gefragt und erhalte ein Bild von einem farblich sogar sehr abgestimmten Outfit dazu. Trotzdem ist der Look nicht rund. Oft hat das einen einzigen Grund, ich wundere mich, dass dieser nicht viel mehr besprochen wird. Aber das ändern wir ja jetzt:

Der Grad der Formalität ist nicht erkennbar

Klingt ein bisschen theoretisch, ist aber ganz einfach:

Eine Kundin fragte mich neulich: "Warum tragen wir eigentlich Sneaker zum Anzug aber keine Flip Flops zum Abendkleid?" Sehr tolle Frage!

Das Konzept dahinter:

Der Grad der Formalität zwischen Flip Flops und Abendkleid ist extrem unterschiedlich. Die Strandschuhe, die (zumindest in der Gummiversion) auch tagsüber an vielen Orten ungern gesehen werden zum eleganten Abendkleid! Unterschiedlicher kann der Grade der Formalität zweier Kleidungsstücke kaum sein.
Da können die beiden farblich noch so gut zusammenpassen, wohl kaum jemand wird das Outfit als gelungen bezeichnen.

Ein anderes Beispiel:

Sneaker zum Anzug kamen vor ca. 20 Jahre in den Kreativbranchen auf. Heute ist es ruhiger um diese Kombi geworden, aber damals war es wirklich sein Skandälchen. Aber Achtung: An welchen Sneaker denkst du jetzt gerade?

An einen schlichten Retrosneaker nicht wahr? Adidas Stan Smith, Samba, Gazelle oder ähnliche Modelle z.B. von Puma oder Veja. Es kommt aber garnicht auf das Brand an, -dies' ist einfach um dir den Look des Schuhs zu beschreiben. Auf jeden Fall ein schlichtes Modell in weiss, evt. schwarz.
Der Punkt ist: Es ist kein Runningschuh à la Asics, Nike Air o.ä. Diese sind nämlich zum Rennen gemacht. Aber wer würde ernsthaft in einem ungeplosterten Retrosneaker Sport machen? Eben. Diese sehen zwar sportlicher aus als ein klassischer Schnürschuh, sind aber ebenfalls Strassenschuhe. Es sind Tagesschuhe genau wie der Businessanzug Tageskluft ist. Der Anzug ist hier das formellere Kleidungsstück, aber der Grad der Formalität zum Sneaker ist deutlich näher als im ersten Beispiel.

Wenn wir also zwei (oder mehr) Kleidungsstücke in einem Outfit kombinieren, deren Grad der Formalität sehr unterschiedlich ist, ist nicht mehr erkennbar was die Trägerin eigentlich aussagen will. Das Outfit wirkt unklar, unentschlossen, unsicher und damit leider auch die Trägerin.

Stil, eine selbstsichere Wirkung und das gewisse Etwas wird aus Klarheit gemacht. Nicht aus wischi-waschi.

Gekonnter Stilbruch oder wischi-waschi?

Vielleicht denkst du jetzt: "Aber Stilbrüche sind doch das Satz in der Suppe!"

Stilbrüche können absolut cool sein, aber der "Grad der Formalität" ist nicht dasselbe wie ein Stilbruch. Es ist tatsächlich ein ganz anderes Konzept.
Denken wir mal an die Mutter aller Stilbrüche: Das Blümchenkleid mit der Biker-Lederjacke. Beides sehr unterschiedliche Stile (romantisches Blümchenkleid, rockige Lederjacke), aber ein ähnlicher Grad der Formalität. Beides sind hauptsächlich Freizeitstücke. Weder besonders festlich oder elegant, noch businesslike. Typische Freizeitteile. Daher funktioniert dieser Stilbruch so gut.

Blazer gekonnt kombinieren

Blazer sind gleichzeitig ein Modeliebling, aber auch ein Kombi-Sorgenkind.

Wir lieben Blazer dafür, dass sie jedem Outfit mehr Chic und Power verpassen. Dafür, dass sie als ergänzendes Teil über einer einfachen Hose und Shirt Kombi sofort für mehr Raffinesse sorgen. Für (fast jedes) Outfit gibt's den perfekten Blazer.

Aber warum bekomme ich dann so oft Bilder mit Blazeroutfits die irgendwie nicht rund sind?

Wir neigen dazu, beim Stichwort Blazer an den glatt gewebten, schlichten Business Klassiker zu denken, den wir alle in dunkelblau oder schwarz im Schrank haben und das war's mit dem Thema. Und damit tun wir diesem variantenreichen Kleidungsstück so Unrecht. Blazer ist nämlich nicht gleich Blazer.

Der taillierte, glatte Businessblazer ist tatsächlich eine kleine Diva, wenn es um Stilbrüche geht. Dieser Teil sagt so stark: "Ich gehöre in den Meetingraum", dass viele andere casual Kleidungsstücke dazu unpassend oder altbacken wirken. Vor allem mit rustikal- countryside- weekend- Styles kann der Businessblazer garnichts anfangen. Raulederschuhe mit Profilsohle? Bitte nicht. Der Business Blazer wünscht sich einen formelleren Schuhpartner.

Du liebst aber bequeme Schuhe, gerade im Winter? Kann ich gut verstehen. Wenn du dazu einen Blazer aus Wolle oder Tweed wählst, eine texturierte Oberfläche anstatt dem glatten Business Stoff, evt. ein Karo, dann wirkt dein Blazer sofort relaxt, bereit für den Weekend Trip zusammen mit den Raulederschuhen.

Ob ein Kleidungsstück formell oder causal wirkt hängt immer von einer Mischung auf Material, Form und Farbe ab.
Wie gesagt, es gibt für jedes Outfit den perfekten Blazer!

Im Style Me Happy Club bespreche ich regelmässig die Outfits der Mitglieder und gebe individuelle Tipps für optimale Kombinationen und Kleidungsstücke. Wenn dich das interessiert, dann setze dich gern hier auf die Infoliste für den Club und du bekommst Bescheid, sobald der Club wieder die Türen öffnet.

Jetzt wo die Temperaturen (langsam) wieder steigen, wünschen sich viele meiner Styling Kundinnen einen leichteren und vor allem feminineren Look.
Der erste Reflex: Wir googeln nach Inspiration und finden das:

"Die feminine Mode zeichnet sich durch zarte, figurbetonende und verspielte Kleidungsstücke aus. Mit einzelnen weiblichen Must-haves unterstreicht ihr euren Typ im Alltag, im Job, aber auch zu besonderen Anlässen. Dabei immer im Blick: eure Taille und eure weiblichen Rundungen."

Wenn du beim Lesen dieser Definition denkst: "Back to the 50's", dann geht es dir wie mir und wie den vielen, vielen Nachrichten, die ich bekomme, von Frauen die sich eine weiblichere Ausstrahlung wünschen, aber direkt hinterherschicken: "Aber geradlinig, ohne Rüschen, Blümchen und Maxiröcke!"

Ein selbstbewusster, lässiger Look, der ganz selbstverständlich weiblich daher kommt. Dabei möchte ich dich heute unterstützen.

Feminin, nicht mädchenhaft

Selbstbewusst feminin. Kling toll, oder?
Aber warum fühlen wir uns in Jeans, Shirt und Longcardigan eher so "naja" als interessant und feminin? Warum ist das garnicht so leicht umzusetzen?

Das ist eigentlich ganz einfach:

Stellen wir uns mal die Standarduniform der letzten Jahre vor: Jeans, Pulli, T-Shirt, Cardigan, Sneaker, Daunenjacke. 
Welches dieser Teile strahlt besonders viel Weiblichkeit aus?

Genau.
Keines.


All diese Teile sind bei den Herren genau so beliebt wie bei den Ladies. inkl. der Skinny Jeans. Nun können wir mit Haar, Make up und Accessoires hier noch eine ganze Menge rausholen, aber die wenigsten meiner Kundinnen haben morgens die Zeit für ein grosses Styling, bzw. Lust auf High Heels vor einem langen Arbeitstag.

Trotzdem ist ein femininer Look auch absolut alltagstauglich möglich und sogar ganz easy zu stylen, wenn du nur weisst, worauf achten.

Was genau macht ein feminines Outfit aus?

Machen wir es uns doch leicht und mixen ein wirklich feminines Teil in’s Outfit und schon hast du eine ganz andere Wirkung.
Was macht nun eine wirklich feminines Teil aus?

Ich hab’ ja schon versprochen, euch hier nicht mit Plattitüden wie einem schwingenden, geblümten, rosa Seidenkleid zu kommen, obwohl dieses auf viele Menschen sehr feminin wirkt, ist es nicht das, was die meisten modernen Frauen (die ich kenne) täglich tragen möchten. Gerade im Office wünschen wir uns ein Outfit, dass selbstbewusst, kompetent und dabei feminin wirkt. Die Zeiten in denen Frau sich für einen professionellen Eindruck in eine Männeruniform à la Hosenanzug schwingen musste sind ja zum Glück auch vorbei. -Wobei es heute absolut grossartige Hosenanzüge gibt, aber dazu ein andermal mehr.

Was ist also ein feminines, modernes alltagstaugliches Teil, mit dem du deinen ansonsten vielleicht eher sportlichen, lässigen und eher unisex Look aufmotzen kannst? 

Der einfachste und schnellste Weg ein feminines Teil zu finden

Stell’ dir diese Frage, wenn du vor deinem Schrank, oder in der Umkleide stehst und etwas betont weibliches finden möchtest:
„Würde ein Mann dieses Teil im Alltag tragen?“
Ja oder nein? (Ausnahmen bestätigen die Regel.)

Jeans? Ja
Culotte? Eher nein

Baumwollhemd? Ja, klar
Viskose Hemdbluse? Eher nein

Einfarbige 7/8 Hose? Natürlich
Gemusterte 7/8 Hose? Eher nein

Du verstehst das Prinzip. So einfach kann’s gehen!

Ganz wichtig: Natürlich dürfen alle Geschlechter alles tragen und ich find’s richtig toll Menschen zu sehen, die einfach tragen, was sie lieben. Dieser Tipp vereinfacht das Konzept von Frauen und Männer Bekleidung natürlich etwas, aber gerade deshalb ist er so einleuchtend und einfach umzusetzen.

Natürlich kannst du alle oben als eher maskulin identifizierten Kleidungsstücke auch super feminin stylen, aber es macht (logisch) mehr Arbeit und braucht etwas mehr Kreativität.

Auf jeden Fall sollten wir Kombipartner im Schrank haben, die als Ausgleich die feminine Ausstrahlung mitbringen. Wie diese hier:

Um es dir noch einfacher zu machen, habe ich einige Beispiel von 100% alltagstauglichen Teilen herausgesucht, die deinen Look sofort femininer machen und unter dem Bild erkläre ich dir auch warum.
Klicke auf den Titel in orange (unter dem Bild) um direkt zur Bezugsquelle der Produkte zu gelangen (teilweise Affiliate Links).

Sieben Kleidungsstücke die den femininen Stil unterstützen

Ghoud Sneaker
Du liebst Sneaker und möchtest nicht für einen feminineren Schuh auf diese Bequemlichkeit verzichten? Mit farbigen Modellen bringst du eine fröhlichere, freundlicherer Energie in den Look.

Wendegürtel Abro
Ein traditioneller Jeansgürtel kann das Outfit optisch schwerer und maskuliner wirken lassen. Achte auf eine leichtere Schliesse wie diese.

Jeans weiss
Auch Jeans kannst du femininer stylen, ganz besonders easy eine weiße! Sogar, wenn sie in so einem relaxten Schnitt kommt wie diese hier.

Culotte dunkelblau
Wahrscheinlich noch bequemer als eine Jeans, aber mit dem fliessenden Stoff wesentlich femininer.

Jumpsuit schwarz
Ich hab's ja versprochen: Es müssen nicht immer Kleider sein! Ein Jumpsuit, besonders in einem leicht schimmernden Material ist eine tolle und moderne Alternative.

Blusenshirt creme
Anstatt eines traditionellen Baumwollshirts schaue auf glatte, schimmernde Materialien oder Webware und dein T-Shirt wirkt sofort viel weiblicher. Was für ein Unterschied!

Ledergürtel runde Schliesse
...Oder alternativ zur zarten Schliesse, eine abgerundete Schliesse

Und du siehst: Es müssen nicht mal unbedingt die Kleidungsstücke sein, die du austauscht. Auch ein Gürtel kann einen riesen Unterschied machen!


Die Farbe Schwarz. Elegant, mysteriös, dramatisch,.. feminin?

So faszinierend diese Farbe ist, sie kann ein kleines Biest sein. Wir denken an Audrey Hepburn und haben das Gefühl, schwarz sei so eine feminine und elegante Farbe. Ist sie ja auch. In diesem Fall.
Wenn wir aber inspiriert von Audrey einen schwarzen Hosenanzug in's Büro anziehen, wirkt dieser feminin und elegant? Wohl kaum.

Wann also wirkt schwarz elegant und weiblich und wann einfach nur hart und evt, maskulin?

Faustregel Nr. 1

Deine natürlichen Farben. Bist du ein (sehr!) dunkelhaariger Typ? Dann stehen die Chancen gut dass schwarz dir steht, denn der dunkle, mysteriöse Charakter der Farbe wird von deinem Haar aufgegriffen. Es wirkt optisch harmonisch, ausbalanciert. Wer eine mittlere oder helle Haarfarbe trägt hat es hier ein bisschen schwieriger es mit der Intensität der Farbe aufzunehmen, aber auch blonde Frauen können schwarz tragen:

Die Farbe der Nacht

Abends wirkt schwarz sensationell! Wir stellen uns vor: Gedämpfte Lichter, ggf. sogar Kerzen, indirektes, warmes Licht. Keine Office-Neonröhren weit und breit. Dies' nimmt dem schwarz die Härte und genau das ist es, was die helleren Typen sich wünschen. Abends tragen wir gern auch mal ein bisschen mehr Make-up und Lippenstift, welches hilft keine Schatten zu überspielen die durch schwarz im Tageslicht leider manchmal betont werden.
So wirkt schwarz elegant und feminin, sogar wenn du es als schicken Hosenanzug oder Jumpsuit, anstelle des kleinen schwarzen trägst.

So kombinierst du schwarz am Tag

Du bist ein mittlerer bis heller Typ und liebst schwarz auch am Tag? Dir gefällt mein Beispiel Outfit oben im Bild? Zugegeben, dieses steht den dunkelhaarigen Frauen besonders gut. Als heller Typ kann so eine Kombi aus schwarz und weiß sehr hart und wenig feminin wirken. Dies' lösen wir, indem wir das Schwarz durch seinen kleinen Bruder ersetzen: Grau. Sogar dunkelgrau und anthrazit wirken in derselben Kombination schon wesentlich weniger kontrastreich und damit hart. Auch Mocca,- also eine sehr dunkler Brauntön ist eine wunderschöne Alternative und wirkt direkt femininer.

Übrigens:
Im Style Me Happy Club sprechen wir in einer ganzen Masterclass und einem Bonus Q&A detailliert über das Thema. "Wie bringe ich mehr Weiblichkeit in meine praktischen every day Outfits?"
Eine von vielen Masterclasses, die unserer Style Bibliothek langfristig bereichert. Was sonst noch alles im Style Club auf dich wartet und wie genau ich dir dort zu deinem Schrank voller Lieblingsteile verhelfen, liest du hier auf der Infopage.



Gürtel kommen dir langweilig und bieder vor? Was, wenn es genau dieses Accessoire wäre, dass deinem Outfit mehr Leben und Persönlichkeit verleihen würde?

Wenn ich meine Styling Kundinnen zu Hause besuche, darf ich mit den unterschiedlichsten Farben und Garderoben arbeiten. So wunderbar! Aber es gibt doch ein paar wenige Dinge, die sehr viele Garderoben gemeinsam haben. Wenn ich z.B. nach Gürteln frage, hört sich die Antwort in der Regel so an:
"Äh ja, Gürtel. Habe ich auch, ja. Ich muss mal schnell schauen, wo die eigentlich sind. So hier: Dieses beiden!"

Weisst du, wo deine Gürtel gerade sind und wann du sie zuletzt getragen hast?

Lass' uns deine Gürtel unbedingt wiederbeleben und ggf. ergänzen und du wirst staunen, was sie für dein Outfit tun können. Schau mal meine Bilder unter. Hier habe ich eine ganz einfache Jeans und Pulli mit unterschiedlichen Gürteln gestylt. Was für ein Unterschied die unterschiedlichen Modelle machen, nicht wahr? Dieses Bild habe ich letzte Woche im Newsletter mit meinen Abonnentinnen geteilt und darauf eine Menge Nachrichten und Fragen bekommen. Die häufigsten Farben möchte ich gern hier und heute beantworten.

Welcher Gürtel steht mir?

Das hängt von 2 Faktoren ab: Deinem bevorzugten Kleidungsstil und deinem Körperbau.

Eigentlich ganz logisch, dass eine Frau die sich in verspielten, romantischen vielleicht retro angehauchten Outfits wohl fühlt einen anderen Gürtel wählen wird, als jemand, der sich schlichte Eleganz wünscht.
Interessanterweise ist das beim Thema Gürtel aber wohl garnicht so offensichtlich, denn ich sehe meist die immer gleichen kantigen, maskulinen Jeansgürtel mit silberfarbener Schliesse in den Schränken. Selbst wenn der Lebensstil und Kleidungsstil meiner Kundinnen noch so unterschiedlich ist. Alle gleich wie schade! Und irgendwie auch kein Wunder, dass Frau so die Lust auf dieses Accessoire verliert, wenn man das Gefühl hat, es sehen alle gleich aus. Gleich langweilig.

Welcher Gürtel deinem Look den letzten Schliff gibt, dazu komme ich etwas später. An dieser Stelle erkläre ich dir ersteinmal welcher Gürtel zu deinem Körper passt. Keine Sorge! Klingt komplizierter, als es ist.

Faustregel 1:
Kleine Frau schmalerer Gürtel, grosse Frau breiterer Gürtel

Ganz einfach, nicht war? Wir arbeiten im Styling gern mit deiner natürlichen Figur und Statur, -nicht dagegen!
An einer kleineren Frau kann ein wirklich breiter Gürtel erdrückend wirken. Wenn dir diese aber trotzdem sehr gut gefallen, dann schaue nach einem Modell aus einem leichten Material, einem dünneren Leder. Dann ist es nicht so steif und wirkt ein Stück harmonischer.
Im Umkehrschluss kann ein kleines, zartes Gürtelbändchen von 1 oder 1.5cm (wie sie oft bei Kleidern mitgeliefert werden) an einer grossen Frau verloren und "fipsig" aussehen. Dieses lieber gegen ein breiteres Modell austauschen.

Faustregel 2:
Einer kurvigen Frau steht eine abgerundete oder organisch geformte Schliesse besser. Einem geraden Körperbau ein eckiger Gürtel.

Selbes Prinzip wie oben, wir arbeiten mit deinem Körper, -nicht dagegen. "Kurvige Figur" ist übrigens nicht gleichbedeutend mit Plus Size / grossen Grössen. Auch eine sehr schlanke Frau kann durchaus kurvig sein, wenn sie Busen, Taille, Hüfte hat.

Der schönste Gürtel zu deinem Kleidungsstil

Mein Lieblingskapitel, denn es ist immer wieder überraschend, wie viele tolle und unterschiedliche Modelle es gibt. Dieses erklärt sich natürlich am besten mit Bildern, daher habe ich hier einiges für dich vorbereitet. Und weil ihr mich so gern nach Bezugsquellen fragt, habe ich euch diese gleich mit angehängt. Klicke einfach auf das Bild.

brauner Gürtel mit runder schliesse
Schlicht und doch speziell mit der runden, matten Schliesse. Besonders schön an kurvigen Figuren und allen, die einem Jeans-Look einen Tick Femininität geben möchten.
Flechtgürtel kannst du besonders schön in der Taille über einem Kleid kombinieren. Sie kommen ohne Löcher aus, das macht sie so flexibel. Heute auf der Hüfte und morgen in der Taille getragen.
Du möchtest deinem Look einen rockigen, lässigen Touch geben? Dann ist das definitiv dein Modell. In Braun wirkt das Modell komplett anders: Perfekt für einen Boho-Look.
Der schnellste Weg um ein Outfit abendtauglich zu machen: Ein glamouröser Kettengürtel. Im Hause Chanel seit jeher DAS Accessoire,- und zu Recht. Stell' ihn dir auf einem ganz schlichten Outfit in schwarz, weiss oder marine vor. Wow!
Wenn du einen edlen, klassischen und wertigen Look kreieren möchtest ist das dein Modell. Ich mag vor allem, dass das Logo so dezent und unaufdringlich gehalten ist. Schick!
Dieses Modell empfehle ich wahnsinnig gern: Die Farbe ist so wunderbar wandelbar. Passt zu allem und das softe Material bzw. die matte Schliesse wirken dezent und unaufdringlich. Toll zu weissen Sneakern und dem Skandi-Look.

Wie werden Gürtel gemessen? Wie finde ich meine Grösse?

Das ist easy, aber das wichtigste wird oft vergessen:
Du musst dich entscheiden, wo genau du deinen neuen Gürtel tragen möchtest. In der Taille? Über einer Jacke/Blazer? Zu einer Hüftjeans? Je kurviger der Körper, desto unterschiedlicher ist naturgegeben das Gürtelmass, das du benötigst. Daher liebe ich Flechtgürtel übrigens auch so: Sie sind super flexibel, da sie ohne Löcher auskommen.

Wenn du also einen Jeansgürtel suchst, ziehst du am besten deine Lieblingsjeans an und misst mit einem Massband durch die Gürtelschlaufen das Bundmass. Dann schaust du, welcher Gürtelgrösse du am nächsten kommst. Ich persönlich runde meist zur nächsten Grösse auf, anstatt ab, denn das gibt mir mehr Freiheit, falls ich ihn vielleicht auch einmal über einem Blazer oder Mantel tragen möchte. Ein toller Look wie ich finde.

Wenn du einen Taillengürtel suchst, mit dem du ein Sommerkleid aufpeppen kannst, dann wird dein Gürtelmass evt. ein sehr anderes sein. Gehe aber nach demselben Prozess vor: Kleid anziehen und das Taillenmass ermitteln. Misst deine Taille z.B. 82cm, dann wird dir Grösse 80 oder 85 passen. Hier würde ich die 85 empfehlen, dann kannst du den Gürtel eher auch mal auf der Hüfte tragen.

Wo Gürtel kaufen und wieviel muss ich ausgeben?

Ich verstehe gut, warum viele Frauen Gürtel kaufen als so mühsam empfinden. Zwar gibt es in den grossen und schönen Kaufhäusern unzählige Modelle, aber sie hängen oft überall verteilt bei den einzelnen Brands. Ja, ich versteh' schon... Sie passen dann stilistisch zu den Outfits dieser Brands etc., aber wenn man nun mal nur einen Gürtel sucht, ist das echt eine Sissifuss Sucherei. Daher empfinde ich Gürtel als ein ganz tolles online Produkt. Passformprobleme haben wir auch wenige und wir können nach Farben und Grössen filtern. Easy!

Meine konkreten Empfehlungen hast du ja bereits oben gesehen, aber ich habe noch einen Tipp:
Vintage, 2nd Hand, bzw. neudeutsch: "pre-loved". Vintage findest du oftmals richtig tolle, aussergewöhnliche Designs, festes Leder und hygienisch gesehen ist es auch nicht sein Thema wie bei Kleidung. Letzten Herbst habe ich einen gaaanz tollen geflochtenen Gürtel in braun und Kupfer in Paris gekauft und ich liebe den Gedanken, dass irgendein wahnsinnig stylisches Mädchen ihn in Paris ausgeführt hat und nun lebt das gute Stück bei mir in Zürich.

Zum Thema Preis

Der Gürtel ist ein Teil bei dem es sich wirklich lohnt in gute Qualität und ein Design zu investieren, dass dir wirklich gefällt.
Denn: Kennst du das cast-per-wear Prinzip?

Frage dich: Was kostet mich das Teil pro mal tragen? Also jedes mal, wenn du es mit Freude trägst und dich einfach gut angezogen fühlst damit.

Beispiel: Der Gürtel kostet dich 120€ und du trägst ihn voraussichtlich 100x. Macht 1.20€ pro mal Tragen.
Nehmen wir an, du denkst über einen Pulli nach für 120€. Pullis tragen wir im Durchschnitt nur 7x. Lass' uns grosszügig sein und von 20x Tragen ausgehen. Dann sind das 6€ pro mal Tragen. Und das ist immernoch ein sehr guter Wert für ein Kleidungsstück!

Die Moral von der Geschichte: Gürtel sind ein toller Wert für's Outfit. Sie sind ein Hingucker und haben eine lange Lebensdauer. Daher investiere ich gern in einen besonderen Gürtel, der mir viele, viele Outfits aufwertet.

Wieviel kostet also ein guter Gürtel?

Leder ist teuer als Textil, das ist klar. Dickeres Leder ist teurer (und haltbarer) als dünnes und ein breiter Gürtel ist teurer als ein schmaler.
Dazu kommt noch die Schliesse. Hier gibt es die 08/15 polierte Metallschliesse, bei sehr günstigen Modellen ist diese sogar aus Kunststoff und nur mit einer Folie überzogen für den metallischen Look. Diese Folie löst sich sehr schnell ab, daher rate ich von solchen Modellen ab.
Eine einfache eckige Schliesse gibt es wirklich günstig, da sie massenweise hergestellt werden. Wenn die Schliesse wirklich aus Metall gearbeitet ist, ist an einem Basic Modell auch garnichts auszusetzen, allerdings wird ein etwas besonderes Design dein Outfit sicherlich mehr aufwerten und dem Look mehr Pepp, mehr Persönlichkeit verleihen. Eine sorgfältig designte Schliesse will natürlich auch bezahlt werden.

Wenn ich meinen Kundinnen Modelle empfehle empfinde ich ca. 100- 120€ für ein Ledermodell von ca. 3-4cm Breite als gerechtfertigt, sofern die Schliesse natürlich zum Look und Bodytype meiner Kundin passt.
Ledergürtel die preislich deutlich darunter liegen sind häufig aus Spaltleder hergestellt. D.h. es wurden 2 dünne Lederschichten zusammengeklebt. Diese Modelle leiern besonders an den Löchern deutlich schneller aus. Oft kann man an der Gürtelkante erkennen, ob es sich beim Wunschmodell um Spaltleder handelt.

Ein Flechtgürtel kann ruhig günstiger sein, denn die verflochtenen Lederbänder sind einfach günstiger in der Produktion als ein langes, massives Stück Leder.

Ein textiler Gürtel oder ein veganes Leder sind ebenfalls deutlich günstiger, da einfacher in der Herstellung.

Designergürtel mit Logoschliessen sind natürlich ein anderes Thema, hier liegt der Preis im Prestige begründet und das kann natürlich jede für sich entscheiden, wieviel einem das Lieblingslabel wert ist.

Müssen Gürtel und Schuhe zusammenpassen?

Das alte Lied, erkennt es nicht? Meine Antwort: JEIN.

Liebst du einen klassisch eleganten Stil, der sehr gepflegt und sophisticated daher kommt? Dann rate ich dir in einer Farbfamilie zu bleiben. Braun/beige/gold oder schwarz/grau/silber. Dies sieht einfach sehr abgerundet aus. Perfekt abgestimmt muss die Farbe aber definitiv nicht sein.

Praktisch allen anderen Stilvorlieben rate ich: Mach' dir keinen Kopf über die Abstimmung. Das ist "Jacke wie Hose" wie man so schön sagt. Schau' viel lieber dein gesamtes Outfit an. Was kann es noch gebrauchen? Eine feminine Note? Dann wählen eben so einen Gürtel. Etwas mehr Lässigkeit? Dann knote vielleicht einen Flechtgürtel in deiner Taille, anstatt ihn mit der Schliesse zu schliessen.

Wichtig: Schau' auf den Gesamteindruck deines Outfits und nutze die Accessoires um ihm den letzten Schliff in die Richtung zu geben, die du dir wünscht. Die Farbabstimmung mit den Schuhe ist hierbei wirklich zweitrangig. Sie nimmt uns u.U. sogar das persönliche und kreative Flair, das wir uns für einen Look wünschen.

Welcher Gürtel zu weissen Sneakern?

Weisse Sneaker sind etwas, dass besonders zu minimalistischen skandinavischen Outfits toll aussieht. Dieses schöne, cleane Optik wollen wir also lediglich abrunden und nicht davon ablenken. Der Gürtel passt sich also idealerweise farblich den Kleidungsstücken an. Du trägst eine schwarze Hose? Dann einen schwarzen Gürtel. Du trägst einen beige Hose? Dann ein beigefarbener Gürtel. Besonders schön, weil ebenso so schlicht und unaufdringlich wirkt hier eine matte, anstatt einer glänzenden Schliesse.
Du trägst eine Jeans? Es gibt tatsächlich auch sehr schöne blaue Gürtel. Falls du keinen zur Hand hast, orientiere dich an an den Farben deines Oberteils und wähle den Gürtel möglichst tonal zu dieser Farbe.

Hast du noch Fragen zum Styling?

Ich hoffe, ich konnte dir hiermit schon ein gutes Stück weiterhelfen!
Bestimmt hast du aber noch ganz individuelle Fragen zu deinen Outfits umgesetzt mit deinem Bodytype. Wie könnte man diese raffinierter stylen? Mehr Pepp reinbringen? Was ist überhaupt dein Style fragst du dich vielleicht..

Wenn das deine Gedanken sind, dann schau' dir unbedingt den Style Me Happy Club an. Im Club findest du jede Menge Videos und Know How zum Thema personal Styling, sowie Unterstützung durch mich bei deinen individuellen Styling Fragen.

Happy Styling!

Outfit Formeln nenne ich auch gern mal Outfit Rezepte. Da hat man doch gleich ein lebhaftes Bild vor Augen und kann sich vorstellen, worum es geht, nicht wahr?

Was sind also genau Outfit Formeln?

Outfit Formeln helfen dir schnell und easy neue Outfits zusammenzustellen, weil sie auf einer bewährten Kombination von Kleidungsstücken aufbauen.
Wichtig: Die Kleidungsstücke unterscheiden wir hierfür durch ihre Schnitte (z.B. schmale Hose). Farbe und Material sind erstmal Nebensache. Diese beiden helfen uns dann später die Outfit Formeln zu variieren und so eine erstaunliche Anzahl sehr unterschiedlicher Outfits mit immer wieder der selben Outfit Formel zu kreieren.

Für wen sind Outfit Formeln interessant?

 

Ein Beispiel für eine Outfit Formel

Bluse, Jeans, Jacke und Halstuch

Geheimnisse hinter dieser Outfit Formel

leichte Bluse + schmale Jeans + Jacke

Hier wirkt besonders schön, dass wir eine feminine Bluse und nicht das erwartete T-Shirt oder Pulli mit einer Jeans kombiniert haben. Jede Bluse kommt in Frage, aber ein Blümchenmodell in Kombination mit der eher derben Jeans und der maskulinen Cabanjacke macht diesen Look nochmal so richtig raffiniert.

Varianten gibt es so viele wie es Blusen gibt. Alleine die unterschiedlichen Farben und Drucke sorgen dafür, dass dieser Look niemals langweilig wird.
Besonders bei den leichten Blusen in flatterhaften Stoffen wirken lässige, coole oder maskuline Jackenmodelle super. Ein oversized geschnittener Blazer wäre hier das Pendant für einen Look for drinnen. Und wenn wir an einen weiße, statt eine blaue Jeans denken, wirkt das Outfit sofort leicht und sommerlich.

Outfit Formel à la Meghan Markle

Lederrock mit Pulli und Goldschmuck

Geheimnisse hinter dieser Outfit Formel

Pulli + Bleistiftrock

Obwohl Bleistiftrock und Pulli immer schick und lässig zusammen aussehen, gibt es an diesem speziellen Look noch einen besonderen Schliff:
Die Kombi aus glattem (Kunst-)Leder und flauschigem Strick. Hier ist es der Materialgegensatz, der den Look interessant macht. Da wahrscheinlich die wenigsten von uns einen Stapel Lederbleistiftröcke besitzen, erstellen wir Varianten durch weitere matte oder flauschige Oberteile. Pullis mit Muster oder uni, im Sommer gern auch Baumwolle T-Shirts.
Wenn du jetzt denkst: "Aber das geht ja nur mit High Heels!" Nope! Ballerinas (vor allem spitze) sehen ebenfalls super zu diesem Look aus. Und bringen sogar noch Potential für weitere Varianten in's Spiel, denn es gibt sie in allen Farben des Regenbogens und sogar gemustert (Animal Print anyone?).

Den Lederrock könntest du auch durch ein anderes schimmerndes Material wie Satin ersetzen. Ein schwingender Satinrock, wie schön! Und schon ist einen neue Outfit Formel entstanden.

 

So findest du deine Wohlfühl- Outfit- Formeln

Das Beste zuerst:
Wahrscheinlich kleidest du dich unbewusst schon nach einigen Formeln. Wenn du dir diese bewusst machst, wird es dir plötzlich richtig leicht fallen neue Outfits zu finden und den bestehenden einen ganz neuen Kick zu verpassen.

Dabei hilft dir das berühmte Style Diary von dem du bei mir immer wieder liest. Ein Style Diary ist einen Sammlung von Outfit Selfies, idealerweise in deinem Handy. Dort kannst legst du dir ein Album nur für deine Outfits an und kannst dann immer wieder durchswipen. Im direkten Outfit Vergleich wirst du ganz schneller sehen, was dir steht und dich erinnern, worin du dich so richtig gut gefühlt hast. Jeden Tag ein schnelles Selfie vor dem Spiegel und schon hast du in kurzer Zeit eine ansehnliche Sammlung zur Outfitanalyse bereit.

Das Style Diary ist dein Startpunkt

Outfits die sich in ähnlicher Form immer wieder wiederholen und in denen du dich richtig wohl und happy gefühlt hast, sind dein erster Ansatz. Was ist ähnlich an diesen Looks? Eine persönliche Outfit Formel von dir könnte auch sein, dass du  dich in einer Kombi aus ausschliesslich neutralen Farben wohl fühlst. Das ist zwar keine Outfit Formel in dem Sinn, den wir heute besprechen, aber trotzdem eine wertvolle Erkenntnis für dich.

In welcher Kombination aus Schnitten/ Formen fühlst du dich besonders wohl?

Hast du eine dieser happy Outfit Formeln für dich identifiziert, dann kann es ja richtig losgehen! Du weisst also dass du dich in einer bestimmten Kombi super wohl fühlst, dann eignet diese sich besonders für ein kleines Style Update. Wie wären deine Lieblingsschnitte mal in einer ganz anderen Farbkombinationen? Oder ein Material, das du so noch nicht im Schrank hast?

Fehlkaufvermeidungstipp

Du siehst bestimmt schon, worauf ich hinaus will. Wenn du weisst, dass du einen bestimmten Schnitt sehr gern trägst kannst du in Punkten wie Material oder Farbe gut mal etwas neues ausprobieren und bleibst immer noch in deiner Komfortzone.

Du hast zwar Lieblingsteile, kannst aber keine Outfit Formel finden, die dich jetzt so richtig anlacht?

Auch kein Problem, dann starten wir hier: Angenommen dein Lieblingsteil ist eine 7/8 Chinohose, die du am liebsten leicht gekrempelt trägst.

Probiere alle deine Oberteile dazu. Ja, alle. Auch die abwegigen, wie z.B. Seidentops. Erstrecht die abwegigen.
Stell dir mal vor: Eine lockere Chino gekrempelt mit einem schönen schwarzen Seidentop. Wie cool!

Ganz wichtig dabei:

Lass' dich nicht von Farben irritieren. Probiere nicht nur Teile an, die farblich zu deiner Chino passen, sondern wirklich alles. Bei den Outfit Formeln kombinieren wir ja vor allem Schnitte und genau durch das Probieren von Dingen die du spontan nie zusammen getragen hättest entstehen die schönsten Überraschungen und Ideen.
Vielleicht findest du, dass die rosefarbene Oversized Bluse nicht zu deiner Chino passt weil sie dich farblich stört. Aber die beiden Schnitte wären cool zusammen? Der gesamte Look wäre super? Das ist doch eine klasse Erkenntnis! Wenn jetzt noch das hellblaue "oversized" Hemd von deinem Partner/ Sohn/ Papa ausgeliehen werden kann, hast du einen neue Outfit Formel entdeckt.

Schritt zwei: Mehr Raffinesse für deine Outfit Formel

Wenn es dir wie ganz vielen meiner Kundinnen geht, wirst du bemerken, dass du viele gleichartige Kleidungsstücke besitzt. Du hast z.B. schmale Hosen mit lockeren Tops als eine Outfit Formel entdeckt, die du gern und viel trägst.
Dann wirst du vielleicht feststellen, dass deine Hosen nicht nur was den schmalen Schritt angeht, sondern auch farblich und von der Art des Stoffes ähnlich sind.
Wie wäre es also mit neuen Farben für die Hosen? Mal etwas frischeres, statt der üblicherweise gedeckten Farben? Oder sogar ein Muster auf der Hose statt auf dem Oberteil? Oder ein fliessender Stoff, anstatt der festen Jeans und Chino Qualitäten?
Du siehst, es gibt unzählige Möglichkeiten, mit ein und derselben Outfit Formel immer neue Outfits zu kombinieren.

Schritt drei: Varianten entdecken

Nochmal zurück zum Beispiel mit den schmalen Hosen und den lockeren Pullis. Der nächste Schritt könnte sein, dass du die lockeren Pullis durch locker sitzende Blusen ersetzt. Hemdblusen beispielsweise, wenn dir ein sportlicher Look gefällt der etwas mehr "dressy" wirkt als ein Pulli oder Shirt. Hauptsache locker und bequem. Gute Chancen, dass dir dieser Look ebenfalls gefällt und du hast sofort eine komplett andere Optik erreicht.

 

Du möchtest noch mehr erprobte und stylishe Outfit Formeln kennenlernen?

Kann ich sehr gut verstehen! Ich liebe Outfit Formeln ebenfalls (falls das noch nicht aufgefallen sein sollte..) und habe rund um Outfit Formeln online Styling Parties entwickelt. Coole Kombis kennenlernen ist ja das Eine, aber sie auch mit der eigenen Garderobe auszuprobieren ist der nächste Schritt. Wie wäre es, wenn wir das zusammen und online in Angriff nehmen?
Ich erkläre dir genau worauf es bei 8 verschiedenen Outfit Formeln ankommt und wie du sie umsetzt UND gebe dir persönliches und Feedback auf deine Outfits.
Setzte dich auf auf meine email Liste und ich sag' dir Bescheid, wenn ich wieder eine Style Party plane. Bitte hier klicken und ganz nach unten scrollen.

 

Tipps für fortgeschrittene Outfit Formeln

Du möchtest deine Outfit Formeln optimal auf deinen Körperbau abstimmen? Gute Idee! Schau' doch mal hier meinen entsprechenden Blog zu Thema.

Auch das Thema Farben kombinieren ist interessant für dich um deine Formeln immer wieder neu und anders umzusetzen. Konkrete Tipps findest du in meiner grossen Farbserie.

Oft ist es weniger, dass WAS du trägst, als das WIE du es trägst, was deinem Outfit Persönlichkeit und Raffinesse verleiht. In diesem Blog findest du leicht umsetzbare Tipps für mehr Style in deinen Outfits.

Klingt berauschend? Kann es tatsächlich auch sein!

Dopamine Dressing ist ein Konzept, dass die Mode Psychologin Dr. Dawnn Karen geprägt hat. Sie bezieht sich dabei auf den neurologischen Botenstoff Dopamin, der u.a. für die Ausschüttung sog. Glückshormone zuständig ist. Vereinfacht gesagt: Dopamin regt unser Belohnungszentrum im Gehirn an, wir fühlen uns happy, glücklich, easy.

Kein Wunder, dass das Konzept aktuell in aller Munde ist, nicht wahr?
Aber kann ein so alltägliches Mittel wie unsere Kleidung wirklich unsere Laune heben, uns mehr Power geben? Das Farbe sehr stark auf die Psyche wirkt ist bekannt, aber dieses Konzept geht über das Thema strahlende Farben weit hinaus.
Die Wissenschaft spricht von der sog. „angezogenen Wahrnehmung“. Aber das Schönste daran: Was so analytisch trocken klingt, kannst du im täglichen Alltag ganz einfach für dich nutzen.

Was ist bitte die „angezogene Wahrnehmung“?

Studien zeigen, dass wir Eigenschaften übernehmen, die wir der Kleidung die wir tragen zusprechen.
Ein Feuerwehrhelm z.B. wird mit Mut assoziiert. Wir verhalten uns mutiger, wenn wir einen Feuerwehrhelm tragen. Ein Laborkittel wird mit Sorgfalt, Konzentration und Logik assoziiert. Studien haben gezeigt, dass wir Logikaufgaben in einem Laborkittel besser lösen können.

Die grösste Erkenntnis ist aber: Dieser Zusammenhang funktioniert nur, wenn wir diese bestimmte Eigenschaft dem Kleidungsstück auch zuschreiben. Wer Ärzte für Scharlatane in weiss hält, wird in einem Arztkittel wahrscheinlich nicht klarer denken können. Die Wirkung ist also subjektiv und es geht darum herauszufinden, was dich stärkt und fröhlich stimmt.

Eine herrliche Geschichte dazu habe ich vor kurzem erst gelesen:

Victor Fleming, der Regisseur von „Vom Winde verweht“, habe unbedingt darauf bestanden, dass die Unterröcke seiner Hauptdarstellerinnen aus edelster, belgischer Klöppelspitze hergestellt werden. Ein wahnsinnig teures Unterfangen, kann ich euch sagen. Ein Hemdchen mit traditioneller Klöppelspitze bekommt man tatsächlich nur bei den aller hochwertigsten Herstellern. Ich möchte garnicht an die Massen von Material unter so einem Rock denken.
Kein Wunder also, dass sich Victor Fleming allerlei Kritik dafür anhören musste, vor allem, weil die Spitze ja niemand sähe. Sein Kommentar:
„Aber die Schauspielerinnen wissen es. Und es hilft ihnen, sich so zu benehmen wie sie sollen: Wie zickige, verwöhnte Grossgrundbesitzertöchter.“

Tja, das trifft die angezogenen Wahrnehmung wohl auf den Punkt!

Das Konzept Dopamine Dressing im Alltag nutzen

Her mit den Glückshormonen!
Wie kann Dopamine Dressing dich im Alltag unterstützen? Mit fallen da eine ganze Reihe von Beispielen ein:

Du wachst z.B. leicht genervt auf,- es ist einfach einfach viel zu früh. Kalt, dunkel und es wartet ein eher langweiliger Tag im Home Office. Ein typischer Reflex wäre jetzt eine Sweatpant anzuziehen, einen Pulli dazu und maximal ein bisschen Mascara. Soll ja bequem sein im Home Office. Auch klar: Dieses Outfit wird deine Aufstehen-Laune wahrscheinlich eher verstärken als heben.
Wie wäre es stattdessen zu denken: „Es steht heute zwar nichts besonderes an, aber um so besser!“ Denn dann kannst du outfittechnisch aus dem vollem Schöpfen. Auf welches Outfit hättest du jetzt so richtig Lust? Vielleicht ein Partyteil? Glitzernd? Knallbunt? Oder die mega-schönen Abendsandalen, die du einfach nie tragen kannst? Why not??

Regentage sind für mich persönlich ja die Steilvorlage für das Konzept Dopamine Dressing.
Ich bekomme nie so viele Komplimente, wie wenn ich mit meinem pinkgepunkteten Schirm und himbeerfarbener Jacke im Regen unterwegs bin.
Obwohl, nicht mehr… mein gepunkteter Schirm ist nämlich kürzlich in der Bibliothek geklaut worden- so beliebt ist er!

Damit das Happiness Konzept funktioniert, ist eines wichtig: Du musst lieben, was du trägst. Das muss nicht das ganze Outfit von Kopf bis Fuss sein. Und es müssen auch keinen grellen Farben sein. Aber ein Knaller muss es sein. Was ist dein Dopamine?

Was ist dein Dopamin?

Farben wirken. Das ist klar und deshalb sind Farben auch ein schöner, einfacher Weg einem Alltagslook mehr Power zu geben.
Grauer Pulli oder Gelb?
Beige Hose oder Pink?
Schwarzes T-Shirt oder Türkis?
Ein riesen Unterschied, nicht wahr?

Persönlich liebe ich ja Farben und trage sie ständig, aber mein ganz persönlicher Dope Look ist Statementschmuck.
…Vielleicht schon mal aufgefallen (räusper). Ich liebe es, wenn es glitzert und schimmert und mitschwingt und reflektiert. Die Kette im Bild oben ist ein Klassiker den ich ständig trage. Das häufigste Kommentar, das ich höre (auch von wildfremden Frauen): „Das ist so eine wunderschöne Kette! -Aber ich könnte sie nicht tragen.“
Ich erwarte keine Antwort, aber: „Warum nicht?“
Ernsthaft. Warum nicht?
Klar, kannst du! Erst zu Hause und dann jeden Tag den ganzen Tag!
Vielleicht ist das dein neues Dopamin? (Die Kette ist übrigens von J.Crew.)

So findest du Kleidung, die für dich eine Bedeutung hat

Diesen Fehler bitte vermeiden

Dopamine Dressing, oder sagen wir mal anders: Kleiden für deine Happiness, ist so wahnsinnig persönlich, dass es hier kein richtig oder falsch geben kann. Was dich glücklich macht ist richtig!
Daher gibt’s auch nur einen Fehler, der mir einfällt und der kommt leider um so häufiger vor:

Dich nicht trauen. Weil irgendwer irgendwas sagen könnte.
Hey! Wie lange soll „irgendwer“ noch Macht über dein Wohlbefinden haben? „Irgendwer“ traut sich wahrscheinlich einfach selbst nicht und versteckt sich hinter einer grauen Fassade.

Mein Tipp: Schritt-für-Schritt.
Trage dein Dopamin erstmal für dich zu Hause ein. Es wird sich schon ganz bald völlig natürlich anfühlen und du kannst es ganz selbstbewusst ausführen. Ich bekomme für meine kleinen Anfälle von Paradiesvogelhaftigkeit übrigens nur positive Kommentare. Ich erinnere mich kaum an einen blöden Spruch.

Ein Tipp, der dir bestimmt weiterhilft

Du merkst schon, was mich am Styling so begeistert ist, dass Mode so viel mehr kann, als nur hübsch auszusehen. Mein Styling Club heisst schliesslich nicht umsonst „Style me Happy“☀️.

Aber jetzt du! Was ist dein Dopamin? Welches Kleidungsstück, oder welches kleine Detail stärkt dich und macht dich so richtig happy? Lass‘ es mich gern wissen in den Kommentaren.

Alles Liebe,
Ingrid

Kommt dir dieses Phänomen bekannt vor?
Du kaufst ein super schönes neue Kleidungsstück und bist felsenfest überzeugt, dass du es ganz oft tragen wirst, weil du darin einfach super aussiehst. Eigentlich ist dein Schrank sogar recht voll von solchen super Teilen. Aber wieso sehen sie zu Hause plötzlich nicht mehr so toll aus wie im Laden, oder wie im online Shop? Warum kommt plötzlich mehr Stress als Vorfreude auf, wenn sie dich aus dem Schrank heraus anlächeln?

Gutes Styling besteht aus zwei Schritten (mindestens). Und so selbstverständlich es auch klingt, dass vergessen wir sehr häufig.

Zwei elementare Schritte zu raffinierten Outfits

1) Die richtigen Teile im Schrank haben (die Richtigen nach deinen Maßstäben!)

2) WIE du diese Teile trägst entscheidet zwischen 08/15 und wirklich tollem Style

Denn einfach überwerfen führt in den meisten Fällen zu „einfachen“ Outfits. Wenn wir aber ein bisschen mehr Raffinesse haben wollen, ein bisschen mehr Pepp, weniger 08/15, dann müssen wir uns ein paar Gedanken mehr machen, wie wir unsere Kleidungsstücke im besten Licht präsentieren können.

Das klingt anstrengend, aber no worries: Dafür hast du ja mich!
Zu Punkt 1) findest du auf meiner Website ja schon jede Menge Artikel und natürlich meine Services. Um Punkt 2) kümmern wir uns heute.

Hier kommen 7 Styling Tipps, die sofort mehr Pfiff in dein Outfit bringen

Layering für mehr Lässigkeit

Layering ist seit ein paar Jahren ein festes Schlagwort in der Mode, aber garnicht so leicht umzusetzen. Ich höre sehr häufig: „Ich find‘ Layering cool, aber ich weiss nicht mit welchen Teilen.“ Gute Frage! Hier kommen Ideen:

Kennst du schon Veronica Beard? Die beiden Veronicas (tatsächlich heissen beide Gründerinnen Veronica) haben das gute alte Einlegehemd/ Einlegekragen, bzw. englisch den „Dickey“ wiederbelebt. Und wie! Ihre fake-layering Blazer sind wirklich ein Hit für alle denen 2 Teile übereinander zu viel sind.

Fazit: Anstatt in dicke Winterpullis zu investieren lieber leichtere Shirts und Pullis. Du hast das ganze Jahr etwas davon und viel mehr Stylingmöglichkeiten.

So funktioniert layern mit Schmuck

Nicht nur bei Kleidungsstücken, auch beim Schmuck schaut layern besonders interessant aus. Was bedeutet das? Ganz einfach:

Anstatt Schmuck „zu verteilen“ (eine Kette, zarte Ohrringe, 1-2 Ringe und ein Armband) suche dir aus, wo du richtig klotzen willst und kombiniere dort mehrere Teile. Ketten und Armschmuck eignen sich besonders gut. Trage z.B. mehrere Ketten unterschiedlicher Ländern zusammen. Oder mehrere unterschiedliche Armreife und Armbänder- gern auch mit einer schönen Uhr. Hier macht genau der Kontrast von festen Armreifen mit flexiblen Armbändern einen lässigen Look aus.
Keine Angst übrigens vor dem Mischen von Metallfarben. Das wirkt individuell und modern.
Wenn du dich z.B. für mehrere Ketten entschieden hast, dann lässt du es mit dem Ohrschmuck ruhiger angehen und das Dekolleté um so mehr strahlen.

Pinboard Beispiele Layering

 

Schuhe im Stilbruch

Üblicherweise werde ich gefragt: Welcher Schuh passt wozu? Valide Frage, aber warum nicht mal bewusst auf einen Schuh-Stilbruch setzen?

Ein extra eleganter Schuh sieht zu lässiger Streetwear richtig toll aus. Pump statt Sneaker zum Sweatshirt?
Oder umgekehrt: Ein elegantes Outfit mit einem derberen Boot?

Wenn dir das zu fremd ist, dann ist vielleicht ein „Farbbruch“ der Weg für dich! Wähle für deine Schuhe eine überraschende Farbe (Ja, Farbe! Nicht braun oder schwarz- das kann ja jede) sondern knallrot, gelb oder auch einen Metallic Effekt. Wenn diese Farbe alleine steht wirkt der Look besonders originell. Du musst die Farbe des Schuh wirklich nicht als Gürtel oder Tasche wiederholen.
Hier sorgt der Überraschungsmoment für einen raffinierten und besonderen Look!

Hosen und Ärmel krempeln -aber richtig

Jeans & Co. sehen gekrempelt oft raffinierter aus, als einfach „herabhängend“.  Soweit so bekannt.
Diese Wirkung kannst du bei anderen Kleidungsstücken genauso erzielen:

Wiederhole eine Farbe

Du hast Teile kombiniert, die angeblich sooo toll zusammenpassen und dann stehst du vor dem Spiegel und findest: Das Outfit ist irgendwie „nicht rund“. Langweilig. Wie ein Tropfen Wasser…
Denk‘ jetzt bitte nicht: „Ich kann eben einfach nicht kombinieren! Ich habe kein Gefühl für Farbe!“
No, No, No!
Farbregeln gelten ohnehin schon längst nicht mehr. Omi hat vielleicht gesagt: „Blau und schwarz trägt man nicht zusammen.“ Aber das war damals. Heute ist erlaubt was gefällt.
Was also tun mit Outfits, die „irgendwie nicht rund sind?“ Oft ist die Antwort ganz einfach. Egal, welche Farben du ausgewählt hast. Wiederhole eine Farbe in deinem Outfit. Wenn Hose, Pulli, Jacke, Schuhe und Tasche jeweils eine andere Farbe haben, ist da nichts was das Outfit verbindet.
Kannst du z.B. die Farbe des Pulli als Schuh wiederholen? Oder als Tasche? Die Hosenfarbe in der Jacke? Hell-Dunkel Abweichungen sind übrigens total ok und funktionieren ebenso.

Unterschiedliche Materialien für mehr Raffinesse

Was bei den Farben gilt, gilt nicht unbedingt bei den Stoffen, bzw. Oberflächen. Wenn wir hier eine flauschige Oberfläche haben, z.B. ein Strickpulli, wollen wir diese nicht unbedingt wiederholen. -Es sei denn, wir liegen gerade in einem schönen Chalet vor dem Kamin, oder haben ein Faible für den Teddybär Look. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Meist schaut es wesentlich stylisher aus, wenn wir gegensätzliche Materialien kombinieren.

Hier ziehen sich Gegensätze wirklich an!

Diese oft vergessenen Accessoires bringen besonders Pepp in den Look

Wenn ich mich im Strassenbild so umschaue, dann wünsche ich mir noch viel mehr Kreativität, Spass und Üppigkeit an Accessoires zu sehen. Aber von Schlau und Schmuck und all den Klassikern möchte ich hier garnicht sprechen, sondern von den Teilen die oft komplett in Vergessenheit geraten.
Wie wäre es mal wieder mit:

Gabrielle „Coco“ Chanel über Accessoires

Du kennst das Statement wahrscheinlich: Eine Lady solle in den Spiegel schauen und ein Accessoire ablegen, bevor sie das Haus verlässt.

Dem möchte ich hinzufügen, dass Gabrielle Chanel (meines Wissens nach) zeitlebens keinen Fuss nach Deutschland gesetzt hat. Vielleicht fand‘ sie die romantischeren, modeverliebteren und hochgeschätzen Französinnen etwas überstylt, ich bin aber überzeugt: Wenn sie den schlichten und natürlichen Stil vieler deutschen Frauen gekannt hätte, hätte es den Satz so nicht gegeben.

Accessoires sind das Salz in der Suppe für die allermeisten Outfits. Eine Prise Kreativität und Einwilligkeit dazu und es wird nur noch besser!

In diesem Sinne happy Styling!
Ingrid

PS: Wenn dir solche Tipps gefallen und du dir mehr davon wünscht- am liebsten mit noch mehr Beispielen, ganzen Outfits, Raum zum Ausprobieren, mein Feedback einholen und Fragen stellen, dann ist der Style me Happy Club für dich interessant.
Setzte dich hier auf die Warteliste, damit du alle Info bekommst, wenn der Club wieder die Türen öffnet.

Beim Stichwort Personal Brand machen wir sehr häufig zwei Gedankenfehler:

  1. Wir denken, dass Thema Personal Branding betrifft nur Unternehmerinnen und Selbstständige.
  2. Wir denken hauptsächlich an Dinge ausserhalb von uns (Logo, Farben, Tätigkeitsfeld,..)

Personal Branding kann dir viel Arbeit abnehmen

Auch wenn du keine Unternehmerin oder Selbstständige bist: Deine Personal Brand kommuniziert für dich und zeigt deiner Umwelt wer du bist, für was du stehst. Sie hilft dir auszustrahlen was du zeigen möchtest. -Und auch ein bisschen abzulenken von den Kleinigkeiten, die du vielleicht nicht zeigen möchtest.
Sehr hilfreich im täglichen Büroalltag, nicht wahr?
Klar, als Selbstständige hast du hier mehr Mittel zur Verfügung. Das viel besagte Logo, die Farbauswahl, Bilder und Texte als Tools zur Kommunikation deiner Werte und Schwerpunkte. Alles wird sich sehr genau überlegt und ausgefeilt. Und du? Dein eigenes Erscheinungsbild? Daran denken wir häufig nur wenn ein Fotoshootings bevorsteht und dann wird schnell irgendein Blazer übergeworfen. "Weil man das halt so macht".
Passt ein dunkler Blazer zu deinem Personal Brand? Nein? Deshalb guckst du auf den Bildern auch nur so halbwegs glücklich aus der Wäsche (bzw. dem Blazer), aber wie gesagt "man macht das halt so."

Hach, meine Liebe! Wie oft ich diese Geschichte schon gehört habe!
Wenn du angestellt bist, liegt die Sache meist garnicht so anders. Hier geht es nicht um Fotos für eine Website, sondern oft für das Bewerbungsgespräch oder diverse Jobsituationen im Allgemeinen. Wir machen uns so viele Gedanken über unsere Fähigkeiten, Skills und Erfahrungen, aber beim Outfit greifen wir zu 08/15 und nehmen uns so die Chance richtig die Persönlichkeit strahlen zu lassen.
Wäre es nicht Klasse, schon mit Pluspunkten und Vorschusslorbeeren in eine Meeting oder eine Präsentation zu gehen, nur weil unser Outfit signalisiert: "Das ist die richtige Frau für den Job!"
Garnicht so schwer! Versprochen!

5 Tipps für deinen starken Personal Branding Style:

Der schwarze Blazer ist selten die Lösung

Klar, der schwarze Blazer ist einer der absoluten Klassiker unter den Kleidungsstücken und kann auch ganz toll aussehen. Was er in erster Linie ausstrahlt ist aber: Strenge, Ernsthaftigkeit, Dominanz -sogar eine gewisse Härte. Natürlich kommt es immer auf das Styling an. Ich gehe jetzt von einer klassischen Kombination aus. In vielen Fällen dient er auch als Projektionsfläche. Er soll neutral sein, man möchte nicht zu viel von sich preisgeben. Genau das wollen wir als Personal Brand aber nicht! Wir wollen zeigen wer wir sind, für was wir stehen. Vor allem etwas mehr Mut bei der Farbauswahl macht hier einen riesen Unterschied.

Was sind deine Farben?

..und ich meine nicht unbedingt deine Brandingfarben.
Wenn du gern deine Brandingfarben trägst: Super! Wenn nicht: Kein Problem! Das muss überhaupt nicht sein.
Eine wichtige Frage die du dir stellen kannst: "Wie will ich auf meine Kundinnen wirken?"
Ich habe vor einer Weile eine Coach eingekleidet, die mit Menschen in schwierigen Lebenssituationen arbeitet. In ihrem Job ist es wichtig, dass die Menschen schnell Vertrauen zu ihr fassen und sich öffnen. Ihre Lieblingsfarben ist rot. Das Problem: Gerade leuchte Rottöne wirken sehr autoritär, powerful und dominant. Gerade in Kombination mit vermeintlich neutralen Tönen wie schwarz und weiss. Diese Erkenntnis hat meine Kundin richtig gehend schockiert. Sie möchte schliesslich die Menschen erreichen und nicht einschüchtern.
Mit warmen blaugrün, Petrol und Aquatönen konnten wir dann genau die richtigen Outfits für sie zusammenstellen.
Welche Farben passen zu deinem Business? Zu deiner Position im Unternehmen? Die Farbpsychologie ist ein sehr kraftvolles Tool auszudrücken, was du möchtest.

Businesslooks ohne Blazer

Ist es garnicht die Farbe schwarz, in der du dich nicht du selbst fühlst? Ist es eher diese feste, strukturierte Art des Blazers? Das geht ganz vielen Frauen so und es gibt mehrer Lösungen:

Brandingfarben ausserhalb des Outfits nutzen

Deine Brandingfarben kommen als Outfit nicht wirklich in Frage (evt. stehen sie dir einfach nicht), aber du willst sie natürlich trotzdem nutzen? Kein Problem!
Denke an Dinge ausserhalb deines Outfits:
Laptopcase, Stifte, Notizbuch, Kaffeebecher, Vase, Blumen, Dekogegenstände etc. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, deine schönen Brandingfarben dezent in Szene zu setzen.
Auch Schuhe können ein origineller und witziger Farbakzent sein!

Personal Branding in Zeiten der Video Calls

Ich hoffe, du hast an dieser Stelle schon zahlreiche Ideen im Kopf, wie du deine Personal Brand in Zukunft noch mehr zeigen kannst. Wenn du dir denkst: "Das geht ja alles "live" ganz easy, aber ich hocke nur noch in Zoom Calls." Dann könnten diese Ideen etwas für dich sein:

Du siehst, ich könnte ewig darüber schreiben, wie viel Arbeit dir ein durchdachter Personal Branding Style abnimmt. Dein Style eilt dir voraus sozusagen?.
Möchtest du, dass ich dich und dein Personal Brand stylingtechnisch unterstütze? Sag' mir einfach hallo über ingrid@stylemehappy.ch und wir besprechen, wie ich dir helfen kann.

Styling für dein Personal Brand im Podcast

Möchtest du noch mehr zum diesem interessanten Thema hören? Kürzlich durfte ich auf dem Podcast der talentierten und einfach grossartigen Nicole Wehn zu Gast sein. Sie hat mich ordentlich ausgequetscht, - du wirst sehen! Es war so eine Freude, also lass' mich gern wissen, wie dir unsere Episode vom Her Brand Podcast gefällt!
Happy Styling
Ingrid

..und wie du deine persönliche Farbpalette erstellst!
Eines der häufigsten Styling Missverständnisse, das mir immer wieder begegnet und durch die neusten Trendfarben, nur noch verstärkt wird ist:

„Je mehr Farben ich im Schrank habe, desto mehr Outfits kann ich damit kombinieren.“

Dieser Glaubenssatz macht sich beim Shoppen dann gerne folgendermassen bemerkbar. Kommen die diese Gedanken bekannt vor?:

Achtung! Fehlkaufalarm!

Warum du NICHT mehr Farben brauchst um mehr Outfits zu kombinieren

Diese Annahme (mehr Farben oder mehr Teile = mehr Outfits) ist zwar theoretisch, rein rechnerisch richtig, stilistisch macht sie aber wenig Sinn.
Auch wenn wir natürlich die buntesten und wildesten Farbkombis tragen könnten,- die wenigsten Frauen möchten das.
Nicht jede Farbkombi passt zu jeden Typ.
Oder zu jedem Stil. 
Vor allem aber: Die Qual der Wahl vor dem kunterbunten Kleiderschrank verwirrt und erzeugt unnötig Stress.
Vor lauter Farbreizen sehen wir nicht mehr, was wirklich toll zusammenpassen würde und greifen doch wieder nur genervt zu altbekanntem.
Und schon landet das schöne „mal was anderes Teil“ ungetragen in der letzten Ecke des Schrankes.
Ein wunderschönes Beispiel ist mir dieser Tage auf Instagram über den Weg gelaufen. Das Pariser Brand Sézane trimmt seine Kollektionen nämlich konsequent nach Farbthemen. Kannst du dir vorstellen, was für eine Freude es ist hier Outfits zu kombinieren? Alles passt zu allem. Inklusive der Accessoires und Schuhe. Keine schwarzen Verlegenheitspumps, die ja laut Verkäufer*in „zu allem passen“ (tun sie nicht!)
Hier wurde sich die Mühe gemacht und alles so perfekt abgestimmt, dass es passend aber nicht überstylt aussieht.
Die Bilder unten sind zu farbig für dich? Wenn du hier noch etwas mehr Teile in zeitlosen neutralen Farben hereinbringst, bleibt die Kollektion genau so kombinierbar, wirkt aber etwas ruhiger.

3 Kleiderständer farblich sortiert

 

Wie erstellst du eine Farbpalette die sich easy kombinieren lässt?

Wie viele und welche Farben ideal für deine Garderobe sind liegt vor allem an deinem Stil.

Keine Panik, falls dir das jetzt extrem wenig vorkommt. Wenn du dir z.B. einen speziellen Blauton aussuchst, dann wirst du sicher auch auf leicht hellere und leicht dunklere Varianten dieser Farbe zurückgreifen. Das ist auch überhaupt kein Problem für die Kombinierbarkeit. Solange der Farbton erhalten bleibt -also ein Nachtblau nicht plötzlich lila wird-, sondern blau bleibt.
Und dann gibt es ja auch noch das Thema Muster und Accessoires! Sie sind ein wunderbarer Weg um Abwechslung und weitere Farben in deinen Look zu bringen, ohne die Kombinierbarkeit der Teile zu verlieren.

Faustregel zum Kombinieren von Mustern

Mit Mustern kannst du ganz leicht neue Farben (evt. gerade unerwartete Farbtupfer) in deinen Look bringen, wenn du darauf achtest, dass auch mindestens eine der Farben deiner definierten Farbpalette in dem Muster vorkommt. So kannst du das Muster ideal mit deinen anderen Kleidungsstücken kombinieren.
Du hast bestimmt, wie viele Farben du haben möchtest und wie viele Neutraltöne (schwarz, weiss, grau, braun, beige, creme, marine) darunter sein sollten? Super! Dann geht’s jetzt an die bunten Farben. 
Erlaubt ist hier was gefällt und zu dir passt! Regeln wie „kein schwarz zu blau“ und Ähnliche sind hoffnungslos veraltet. Suche dir Farben, die du liebst und die du mit deinen neutralen Tönen kombinieren kannst. 

Faustregel zur Wirkung von Farben

Je leuchtender deine Farben, desto dominanter, kraftvoller, präsenter dein Outfit und deine Wirkung auf andere Menschen.
Je gedämpfter deine Farben, desto nahbarer, softer und freundlicher wirkt dein Outfit. 
Plötzlich ist es so logisch, warum viele zurückhaltendere Frauen so unglücklich sind, wenn ihnen  in einer Farbberatung der starke „Wintertyp“ attestiert wird mit all seinen leuchtenden fuchsia, pink und Türkistönen.
In deine Farbpalette gehören nur Farben, in denen du dich selbstsicher und attraktiv fühlst und die die Ausstrahlung besitzen, die du dir wünscht. 
Evt. wirst du je nach Gelegenheit mal kraftvoller und dominater, mal zugänglicher und freundlicher wirken wollen. Dann achtest du entsprechend darauf, dass deine Garderobe beide Farbqualitäten enthält.
Interessant, wie eine kleine Garderobe die wie oben von Sézane auch diesen Spagat schafft, nicht wahr?
Übrigens: Ich bin zwar ein Fan von dem Label Sézane, aber mit ihnen weder verwandt noch verschwägert, noch hat man mir irgendeine Art der Kompensation für diesen Artikel gezahlt. Trotzdem muss ich aus rechtlichen Gründen diesen Artikel als „Werbung“ markieren. Einfach weil ich das Brand erwähnt habe. 
Nun wünsche ich dir ganz viel Spass beim Erstellen deiner Farbkarte!
Happy Styling!
Ingrid
PS: Möchtest du deine Farben auf deine Haut-Augen-Haartyp abstimmen? Dann findest du hier meinen Artikel dazu.
Wünscht du dir, dass ich deine Farben analysiere und dir eine individuelle Farbkarte erstelle? Schreib’ einfach an ingrid@stylemehappy.ch und wir besprechen, wie ich dich unterstützen kann.

Outfits kombinieren schnell & stylish

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